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Oer-Erkenschwicker Bürger zählen zu den weniger gut Verdienenden in Nordrhein-Westfalen. Das belegt die jüngste Erhebung der Landesstatistiker.

Einkommenstatistik

Oer-Erkenschwicker verdienen nicht viel - nur in neun NRW-Städten haben Bürger noch weniger Geld

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Auch in Oer-Erkenschwick steigt das durchschnittliche Jahreseinkommen - aber langsamer als in anderen Städten. Bald droht die "rote Laterne" im Landesvergleich.

Nach der jetzt vorliegenden aktuellen Erhebnung der NRW-Landesstatistiker betrug 2015 das durchschnittliche Jahreseinkommen eines steuerpflichtigen Oer-Erkenschwickers 31.917 Euro. Das ist der schlechteste Wert im Kreis Recklinghausen. Zum Vergleich: In Datteln verdient man durchschnittlich 34.885 Euro, in Recklinghausen 36.130 Euro und in Waltrop 37.494 Euro. Der Durchschnitt im Kreis Recklinghausen liegt bei 35.777 Euro, und in Nordrhein-Westfalen liegt er bei 38.560 Euro. 

Einkommen in Oer-Erkenschwick steigen langsamer

Interessant ist in diesem Zusammenhang: Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines steuerpflichtigen Oer-Erkenschwicker steigt durchaus an. Aber deutlich langsamer als in den anderen Städten. Und deshalb wird die Stimbergstadt im Einkommensranking landesweit Jahr für Jahr nach unten durchgereicht. Belegte Oer-Erkenschwick 2010 noch Platz 360, war es vier Jahre später nur noch Rang 380 und im Jahr 2015 Platz 387. Die „rote Laterne“ im Land hat aktuell Weeze am Niederrhein mit 28.225 Euro. Hinter Oer-Erkenschwick liegen aber auch noch Städte wie Duisburg und Gelsenkirchen. Über das höchste Einkommen verfügen die Bürger in der Stadt Meerbusch (62.570 Euro).

Nur Steuerzahler aus Oer-Erkenschwick berücksichtigt

In der Berechnung berücksichtigt worden sind nur die Einkünfte von in Oer-Erkenschwick wohnenden Arbeitnehmern, Lohn- oder Einkommensteuer zahlen. Empfänger von Sozialhilfeleistungen sind nicht berücksichtigt und haben somit keinen Einfluss auf das Ergebnis.

Qualifizierte Oer-Erkenschwicker verlassen die Stadt

„Es ist leider so, dass viele gut ausgebildete junge Leute die Stadt verlassen, weil sie woanders gut bezahlte Arbeitsplätze finden“, sagt der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr. „Hinzu kommt, dass bei uns immer mehr ältere Menschen leben. Und Rentner verfügen über weniger Geld als gut verdienende Facharbeiter.“ Der negativen Entwicklungen bei der Einkommensstatistik könnte Oer-Erkenschwick unter anderem dadurch entgegenwirken, dass die Gemeinde mit ihrem attraktiven Wohnumfeld lockt und Wohnangebote für einkommenstärkere Menschen und ihre Familien schafft.

Auch Waltrop wurde in der Statistik genauer untersucht: So viel Einkommen haben die Waltroper im Durchschnitt.

Weitere interessante Statistiken aus Nordrhein-Westfalen finden Sie auf der Homepage der Landesstatistiker.

Die Bürger der benachbarten Stadt Waltrop verfügen über ein vergleichsweise hohes Durchschnittseinkommen.

Steuern mindern die Einkommen - von Angestellten und Gewerbetreibenden. Deshalb forderte der Steuerzahlerbund die Abschaffung der Terrassensteuer für Gastwirte.

So sieht es auf demArbeitsmarkt in Oer-Erkenschwick aus.

Im August steig die Zahl der Arbeitslosen wieder leicht an.

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