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Das Calluna-Quartier (Foto) ist noch jung. Das Durchschnittsalter der Wohnhäuser in Oer-Erkenschwick liegt aber bei 53 Jahren.

Trendforschung

Keine Sparzinsen - aber hohe Betriebskosten: Was Hauseigentümer in Oer-Erkenschwick jetzt tun sollten

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Das Sparbuch wirft keine Zinsen mehr ab. Gleichzeitig könnte die Heizung im eigenen Haus erneuert werden. Wer hier jetzt investiert, liegt voll im Trend.

Ein Wohngebäude in Oer-Erkenschwick ist im Durchschnitt rund 53 Jahre alt - es stammt rechnerisch aus dem Jahr 1966. Im gesamten Kreis Recklinghausen liegt der Schnitt bei 56 Jahren. Zwar werden Immobilien von ihren Besitzern meist schon deshalb in gutem Zustand gehalten, um den Wert zu sichern.

Oer-Erkenschwick: Trend zu großen Modernisierungen

Aber aktuell sieht Gebietsleiter Stephan Piegel von der Landesbausparkasse (LBS) aber den Trend, dass auch größere Modernisierungen in Angriff genommen werden. Und die sollen den Energieverbrauch senken: "Je weniger Zinsen es auf den Spargroschen gibt, desto mehr investieren die Menschen in ihr eigenes Zuhause oder eine vermietete Wohnung. Sie senken langfristig ihre Betriebskosten und schaffen so einen zusätzlichen Baustein für ihre Altersvorsorge."

Oer-Erkenschwick: Eigentümer erkennen den Bedarf

Ein Fünftel der Selbstnutzer und fast ein Drittel der Vermieter sehen für ihre Immobilie derzeit hohen Modernisierungsbedarf. Das ergab die aktuelle Online-Umfrage "LBS Modernisierungstrends", bei der mehr als 2.000 Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen befragt wurden. "An erster Stelle steht dabei der Wunsch nach einem komfortablen Bad, gefolgt von der Erneuerung von Fenster und Türen sowie der Heizung", sagt Piegel. Das sei in der Regel mit überschaubarem Aufwand umzusetzen.

Oer-Erkenschwick: Barrierefreier Umbau ist gefragt

Die Erfahrung des Immobilienexperten ist, dass aktuell das Interesse auch an größeren Maßnahmen steigt, wie zum Beispiel zur Dämmung des Gebäudes oder für einen barrierearmen Umbau. "Spargeld verliert derzeit täglich an Wert. Mit der sogenannten Dämmrendite habe ich gleich mehrere Anlagealternativen: Meine Betriebskosten sinken dauerhaft, und der Wert der Immobilie steigt genauso wie der Wohnkomfort", erläutert Piegel. Auch die künftige Vermietbarkeit einer Wohnung lasse sich damit deutlich verbessern.

Oer-Erkenschwick: Viele staatliche Förderungen

Neben den günstigen Bauzinsen gibt es vielfältige staatliche Förderprogramme für die Modernisierung. Allerdings ergab die Umfrage hier Nachholbedarf in der Ausgestaltung: 30 Prozent der Eigentümer und sogar 58 Prozent der Vermieter empfinden die Anträge bisher als zu bürokratisch und umständlich. "Auf die Unterstützung verzichten sollte man dennoch nicht. Eine seriöse Finanzierungsberatung umfasst immer auch die Prüfung aller Zuschussmöglichkeiten", empfiehlt Stephan Piegel.

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