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Gut 100 Westfleisch-Mitarbeiter haben sich vor den Werkstoren am Hübelkamp seit 4 Uhr morgens zum Warnstreik versammelt.

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Warnstreik vor den Toren von Westfleisch - Gewerkschaft hält Arbeitgeberangebot für eine Unverschämtheit

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Gut 100 Mitarbeiter des Unternehmens Westfleisch sind seit 4 Uhr dem Aufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genussmittel-Gaststätten (NGG) zum Warnstreik gefolgt.

  • NGG bezeichnet die Tarifverhandlungen als schwierig
  • Es geht um mehr Geld für rund 450 Beschäftigte
  • Gewerkschaft will den Druck erhöhen

Update 10.15 Uhr

Der Warnstreik ist beendet. Nach Angaben von NGG-Sekretär Adnan Kandemir haben sich am Ende doch rund 200 Mitarbeiter des Unternehmens Westfleisch Erkenschwick an dem Ausstand beteiligt. Entgegen vorheriger Ankündigungen haben die Streikenden doch kurzfristig einen Protestmarsch zur Werkszentrale an der Industriestraße angemeldet und durchgeführt. Der Warnstreik verlief laut Kandemir am Ende ohne besondere Vorkommnisse. Ob und wann die Gewerkschaft womöglich wieder zum Streik aufruft, steht noch nicht fest.

Update 6.45 Uhr

Gut 100 Mitarbeiter des Unternehmens sind am frühen Morgen dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Mit Bannern weisen sie vor den Werkstoren auf ihre Forderung nach mehr Lohn hin. Immer wieder werden die Werkstore blockiert. Ein Marsch zum Westfleisch-Verwaltungsgebäude ist im Gegensatz zum Warnstreik im vergangenen Monat heute aber nicht geplant. Gewerkschaftssekretär Adnan Kandemir rechnet zu Beginn der Frühschicht mit insgesamt rund 200 Teilnehmern. Gegen 10 Uhr soll der Warnstrei beendet werden. Eine fünfte Tarifrunde zwischen Gewerkschaft und Werksleitung ist bislang noch nicht terminiert. "Wir kämpfen weiter für die Kolleginnen und Kollegen", kündigt Kandemir an.

Unsere Erstberichterstattung vom 12.12.2019 um 5 Uhr:

Bereits zum dritten Mal hat die NGG die Mitarbeiter von Westfleisch Erkenschwick zu einer befristeten Arbeitsniederlegung aufgerufen. Heute soll insgesamt sechs Stunden nicht gearbeitet werden. Damit will die Gewerkschaft den Druck in den aus ihrer Sicht schwierigen Tarifverhandlungen erhöhen. Denn die bisher vier Verhandlungsrunden blieben nach NGG-Angaben ohne akzeptables Ergebnis.

Oer-Erkenschwick: "Schlechtes Arbeitgeberangebot"

"Grund für den erneuten Warnstreik ist das aus unserer Sicht ausgesprochen schlechte Angebot der Arbeitgeber", sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär Adna Kandemir. Für den Zeitraum vom 1. Juli 2019 bis Ende Juni 2020 sollte es eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro geben. Und danach für jeden Jahr 40 Euro mehr bis Ende 2022. 

Oer-Erkenschwick: NGG fordert 160 Euro mehr

"Dieses Angebot ist eine Unverschämtheit", heißt es in einer NGG-Pressemitteilung. "83,30 Euro brutto pro Monate mehr, ohne dass sich dadurch der Lohn in der jeweiligen Lohngruppe ändert, also ohne Anrechnungen auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, das wäre ein Abschluss, den die Kolleginnen und Kollegen nicht akzeptieren können und wollen." Die Gewerkschaft fordert dagegen 160 Euro mehr in allen Lohngruppen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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