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BI-Sprecher Armin Ziesmann (l.) mit Dr. Gerhard Laukötter im Stadtpark.

Bürgerinitiative protestiert

Investor will Häuser im Stadtpark bauen - Was sagt der Naturexperte zu den Plänen?  

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Eine Bürgerinitiative will den Stadtpark in Oer-Erkenschwick retten: Mit einer Wohnbebaung würden sich Drogen- und Vandalismusprobleme nicht lösen lassen.   

Rund 60 Teilnehmer nahmen jetzt an einem Rundgang der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ teil. „Die Versiegelung des Stadtparks wäre eine Todsünde“, sagte Dr. Gerhard Laukötter. Der Naturexperte ist der Auffassung, dass es bei einer Bebauung des Stadtparks so schnell keinen Ersatz für die zum Teil bis zu 100 Jahre alten Bäume geben wird.

Grünes Herz von Oer-Erkenschwick wäre verloren 

 „Das grüne Herz von Oer-Erkenschwick wäre damit verloren. Statt hier Häuser zu bauen sollte man diese Grünfläche optimieren. Der Stadtpark hat nicht nur eine große Bedeutung für Erholungssuchende, sondern auch für das Klima sowie für Vögel und Insekten“, meinte Laukötter. 

Investor wil 150 Wohneinheiten im Park bauen 

Die Essener Fakt AG an dem Bau von rund 150 Wohneinheiten auf dem Stadtparkgelände interessiert. In der jüngsten Ratssitzung wurde beschlossen, die Stadtverwaltung zu beauftragen, mit der Essener Fakt AG Gespräche zu führen, um deren Bebauungsvorschlag für den Stadtpark zu konkretisieren. Das Bekanntwerden dieser Idee sorgte insbesondere in den sozialen Netzwerken im Internet, für große Proteste und die Gründung der Bürgerinitiative.

Naherholungsgebiet für viele Oer-Erkenschwicker  

 „Der Stadtpark ist eine große Bereicherung für die Lebensqualität insbesondere als Naherholungsgebiet für ältere Mitbürger und kleine Kinder. Für diese Gruppen sind Haard und Zechengelände zu weit weg“, sagte BI-Sprecher Armin Ziesmann. Drogen- und Vandalismusprobleme im Park würden durch eine Wohnbebauung auch nicht gelöst, sondern nur an eine andere Stelle verdrängt.

Bürgerinitiative wählt zusätzliche Sprecher

Nach dem Parkrundgang trafen sich die BI-Mitglieder im evangelischen Gemeindezentrum, um weitere Aktionen zu planen. Bei der Versammlung wurden neben Armin Ziesmann und Doris Stolte auch Jörg Remp und Sebastian Schroer zu weiteren Sprechern der BI gewählt.

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