Bis Mittwochnachmittag war die Ewaldstraße voll gesperrt. Die Polizei sicherte die Unglücksstelle ab.
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Bis Mittwochnachmittag war die Ewaldstraße voll gesperrt. Die Polizei sicherte die Unglücksstelle ab.

UPDATE - Überraschende Entwicklung

Nach Explosion in Mehrfamilienhaus in Oer-Erkenschwick - Ewaldstraße ist wieder freigegeben

  • Jörg Müller
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  • Jochen Börger
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  • Regine Klein
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An der Ewaldstraße 81 kam es am Dienstag zu einer Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus. Vier Menschen wurden verletzt. Das Gebäude ist einsturzgefährdet.

  • Eine Gasexplosion in Mehrfamilienhaus an der Ewaldstraße 81 in Oer-Erkenschwick hat einen großen Feuerwehreinsatz ausgelöst.
  • Zwei Erwachsene und zwei Kinder wurden leicht verletzt.
  • Das Gebäude ist akut einsturzgefährdet.

Update 16.25 Uhr

Die Stadt teilt soeben überraschend mit, dass die Ewaldstraße in diesen Minuten wieder für den Verkehr freigegeben wird. Noch vor zwei Stunden hieß es aus dem Rathaus nach Rücksprache mit der Polizei und dem THW, dass die Sperrung bis Donnerstag aufrechterhalten wird. Nach der baldigen Freigabe der Fahrbahn werden auch die Busse der Vestischen wieder ihre normale Route nehmen und die üblichen Haltestellen anfahren. Die Ermittlung der Explosionsursache durch die Polizei erfolgt laut Stadt aber erst am Donnerstag.

Update 14.30 Uhr

Weil die Ermittlungsarbeiten noch nicht beendet sind, bleibt die Ewaldstraße zwischen der Walterstraße und dem Steinrapener Weg über Nacht bis zum morgigen Donnerstag weiterhin voll gesperrt. Zudem teilt die "Vestische" mit, dass die Buslinien SB 24, 230, 232 und NE 14 wegen der Straßensperrung umgeleitet werden. Die Haltestelle „Steinrapener Weg“ wird von der Ewaldstraße auf die Straße Steinrapener Weg verlegt.

Update 14.25 Uhr

Heute ist nicht mehr mit einem Ergebnis der Ermittlungen durch die Sachverständigen der Polizei in dem "Explosionshaus" an der Ewaldstraße 81 zu rechnen. Nach Rücksprache mit der bereits am Dienstagabend vor Ort gewesenen Baustatikerin des Technischen Hilfswerks (THW) dürfen auch die Polizeibeamten das Gebäude heute noch nicht betreten. "Das ist mir soeben mitgeteilt worden", sagt Michael Grzeskowiak, Chef der Bauordnung im Rathaus. Die Statikerin hat eine "20-stündige Ruhefrist" verfügt. Das geschieht, weil sich das durch die Explosion schwer beschädigte Gebäude erst einmal "setzen" muss. Und dabei kann es passieren, dass Teile oder das gesamte Mehrfamilienhaus in sich zusammenbrechen. "Wir gehen deshalb davon aus, dass die polizeilichen Ermittlungen erst am Donenrstag abgeschlossen werden", sagt Grzeskowiak.

Update 12.05 Uhr

Die Ewaldstraße ist weiterhin voll gesperrt. Die Sachverständigen der Polizei sind vor Ort und wollen die Explosionsursache ermittelt. Nicht bestätigt wird von Behördenseite, dass noch in der Nacht zwei Gasflaschen in der Erdgeschosswohnung gefunden wurden. Eine sei völlig leer gewesen, aus der anderen soll noch Gas geströmt sein. Der Wohnungsmieter konnte bislang nicht angetroffen werden. Der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak geht aber davon aus, dass die Polizei-Sachverständigen noch heute ihre Arbeit beenden. Danach könnte die Ewaldstraße wieder freigegeben werden.

Update 9.10 Uhr

Die Ewaldstraße bleibt vorläufig voll gesperrt. Die Polizei sichert die Unfallstelle ab. Der Bauhof hat die Fahrbahn gereinigt. Jetzt wartet man auf die Sachverständigen der Polizei, die die Unglücksursache ermitteln wollen. Erste Ergebnisse werden am Mittag erwartet. Vor Ort wird hinter vorgehaltener Hand von Gasflaschen geredet, die angeblich in dem Gebäude explodiert sein sollen. Der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak wollte dieses Gerücht weder bestätigen noch dementieren.

Update Mittwoch, 18. Dezember, 4.57 Uhr

Es ist ruhig geworden am Ort des Geschehens. Kurz vor 2.30 Uhr hat die Feuerwehr ihre Arbeiten abgeschlossen, das Technische Hilfswerk beendet ebenfalls seine Sicherungsmaßnahmen. Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes haben den Bürgersteig abgesperrt, sodass nach aktuellem Stand der Dinge dann die Ewaldstraße zwischen Walterstraße und Steinrapener Weg wieder freigegeben werden kann.

Die weiteren Erkenntnisse der Nacht: Insgesamt mussten 30 Personen ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden vor Ort betreut oder kamen bei Bekannten unter. Drei Personen verbrachten die Nacht in einem Hotel.

Der Netzbetreiber hat die Gasleitung gesichert. Rund 60 Einsatzkräfte des THW waren im Einsatz. Hinzu kam eine Rettungshundestaffel, die das Gebäude nach möglichen Betroffenen absuchte. Diese Suche verlief negativ. 

Wie es mit dem Gebäude weitergeht, entscheidet das städtische Bauamt in den nächsten Tagen. Aktuell gilt das Haus als unbewohnbar. 

Der Netzbetreiber schließt eine technische Störung in seinem System aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bis in die Nacht hinein war die Feuerwehr an der Ewaldstraße im Einsatz.

Update 21.10 Uhr

Die Lage an der Ewaldstraße 81 hat sich beruhigt. Die Statikerin des Technischen Hilfswerks hat ein Betretungsverbot für das Gebäude erteilt. Aufgabe der THW-Fachgruppe Bergen, die nicht aus Witten, sondern aus Krefeld anrückt, ist die Gebäudeabsicherung von außen, um so einen Einsturz zu verhindern. Derzeit wird das gesamte Areal mit Sperrzäunen abgesichert. Auch die Ewaldstraße bleibt mindestens über Nacht zwischen Walterstraße und Steinrapener Weg gesperrt.

Oer-Erkenschwick: Drei Personen müssen ins Hotel

Von den 30 Personen aus den beiden Nachbargebäuden und zwei (!) gegenüber liegenden Mehrfamilienhäusern, die sich zwischenzeitlich im Evakuierungsbus der Vestischen aufgehalten haben, sind 37 bei Freunden und Verwandten untergekommen. "Die anderen drei werden wir im Hotel unterbringen", sagt Stadtsprecher Peter Raudszus. Die Sicherungsarbeiten dauern die ganze Nacht über an. Am Mittwoch im Hellen wird die Suche nach der Explosionsursache fortgesetzt.

Update 20.20 Uhr

Der städtische Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) ist unter Leitung seines Vorsitzenden, dem Technischen Beigeordneten der Stadtverwaltung, Bernd Immohr, einberufen worden. "Aktuell müssen wir davon ausgehen, dass wir wegen der Einsturzgefahr des Hauses Nummer 81 bis zu 120 Menschen aus den benachbarten Gebäuden und dem Haus direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite evakuieren und über Nacht unterbringen müssen", sagt Bürgermeister Carsten Wewers. Die Unterbringung auf Feldbetten würde in der Stimberghalle erfolgen. Das Gebäude gegenüber auf der anderen Straßenseite ist auch gefährdet, weil es bei einem Einsturz der Vorderfront des Explosionshauses beschädigt werden könnte. In etwa einer Stunde ist mit weiteren gesicherten Informationen zu rechnen.

Schwere Explosion in Oer-Erkenschwick | cityInfo.TV

Schwere Explosion in Oer-Erkenschwick | cityInfo.TV

Update 19.30 Uhr

Das Gebäude ist nach der Explosion sogar "akut einsturzgefährdet". Jetzt rückt die "Fachgruppe Bergung" des Technischen Hilfswerks (THW) aus Witten an. Die 60 Köpfe zählende Einheit soll sich Stück für Stück in das Haus vorarbeiten und das Gebäude absichern. Diese Arbeiten werden sich wohl bis in die Morgenstunden hinziehen. Fest steht aber auch, dass das benachbarte Altenheim nicht evakuliert werden muss. Die Ewaldstraße bleibt über Nacht zwischen Walterstraße und Steinrapener Weg gesperrt. Wo die Bewohner des Unglückshauses unterkommen, steht zurzeit noch nicht fest.

Update 19.20 Uhr:

Nach der Begutachtung durch die Baustatikerin steht fest: Das Gebäude ist einsturzgefährdet. Jetzt wollen die Techniker des Energieversorgers Innogy direkt vor dem Haus eine Grube ausheben, um dann die Gaszufuhr abzuriegeln. Die Ewaldstraße ist immer noch voll gesperrt.

Aktuell findet eine Lagebesprechung mit allen beteiligten Rettungseinheiten unter der Leitung des Kreisbrandmeisters statt. Möglicherweise muss auch der städtische Krisenstab für außergewöhnliche Gefahrenlagen einberufen werden.

Bildergalerie: Feuerwehreinsatz nach Gasexplosion an der Ewaldstraße

Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
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Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger
Nach einer Gasexplosion an der Ewaldstraße sind viele Rettungskräfte ausgerückt. Das Haus ist einsturzgefährdet. © Jochen Börger

Update 18.50 Uhr

Mittlerweile ist eine Baustatikerin des Technischen Hilfswerks (THW) vor Ort eingetroffen. Sie begutachtet das Gebäude von außen und innen und prüft, ob das haus einsturzgefährdet ist. Danach sieht es aber nicht aus. Kommt von der Statikerin "grünes Licht", stellen die Techniker des Energieversorgers Innogy die Energiezufuhr in dem Mehrfamilienhaus ab. Danach wird das Gebäude von innen untersucht.

Update 18.40 Uhr

Bei den leicht Verletzten handelt es sich um zwei Erwachsene und zwei Kinder. Die Feuerwehr hat zudem bestätigt, dass insgesamt neun Bewohner des benachbarten Hauses der Nummer 79 und fünf der Nummer 83 sicherheitshalber evakuiert worden sind. Auch die warten nun auf das Urteil des Statikers, ob das Unglückshaus Nummer 81 bewohnbar ist. Der Statiker ist über das Technische Hilfswerk angefordert worden und unterwegs. Die Ewaldstraße ist immer noch voll gesperrt.

Update 18.20 Uhr:

Mittlerweile wurde von der Feuerwehr bestätigt, dass das Treppenhaus in dem Gebäude an der Ewaldstraße 81 im Erdgeschoss durch die Wucht der Explosion komplett zerstört wurde. Deshalb mussten auch drei der vier Verletzten mit der Drehleiter von der Feuerwehr aus ihrer Wohnung in einem oberen Stockwerk evakuiert werden. Ein Statiker ist angefordert worden. Der soll prüfen, ob das Haus noch bewohnbar ist.

Mittlerweile ist die Unglücksstelle einige Häuser hinter dem unbeschädigten Altenheim beleuchtet, aber immer noch weiträumig abgesperrt.

 

Update von 17.55 Uhr:

Die Verletzten wurden vor Ort notärztlich betreut und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Sie stehen allesamt unter Schock. Wie die Feuerwehr berichtet, war der Mieter der Erdgeschosswohnung, in der sich die Explosion ereignete, nicht anwesend.

Nach den ersten Untersuchungen durch Mitarbeiter des Energieversorgers wird ein Leck im Gasnetz vermutet. Die Energieversorgung in dem Abschnitt der Ewaldstraße soll bald für kurze Zeit abgestellt werden.

Oer-Erkenschwick: Altenheim wird nicht evakuiert

Das Altenheim wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht evakuiert. Ein Bus der Vestischen steht aber immer noch sicherheitshalber als Not-Evakuierungspunkt an der Unglücksstelle.

Weiträumig abgesperrt ist die Ewaldstraße rund um die Unglücksstelle in Rapen.

Update von 17.40 Uhr:

Nach noch unbestätigten Informationen sind bei der Explosion zwei Menschen verletzt worden. Die Gasexplosion hat sich in einem Mehrfamilienhaus neben der Apotheke an der Ewaldstraße in Rapen ereignet. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Die Ewaldstraße ist voll gesperrt. Mittlerweile ist der Energieversorger vor Ort. Das benachbarte Altenheim ist bislang nicht evakuiert worden.

Unsere Erstberichterstattung:

Alle Löschzuge der Feuerwehr Oer-Erkenschwick wurden soeben (16.48 Uhr)  zu einem Einsatz gerufen. An der Ewaldstraße kam es zu einer Gasexplosion. Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort. Erkenntnisse, ob Menschen verletzt wurden, gibt es noch nicht. Das Haus ist schwer beschädigt. Was genau passiert ist, steht noch nicht fest. Die Ewaldstraße ist voll gesperrt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

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