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Ab 2021 sollen die ersten Tomaten in den Gewächshäusern auf der Halde wachsen. Mit der ersten Ernte wird dann im Jahr 2022 gerechnet.

Baubeginn 2021

Gewächshäuser auf der Zechenhalde - das soll dort künftig geerntet werden

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Auf dem Zechenareal in Oer-Erkenschwick, wo früher mehrere Tausend Kumpel geschuftet haben, sollen 100 neue Arbeitsplätze entstehen - in zwei Gewächshäusern.

Oer-Erkenschwick - "Uns geht es darum, die Transportwege für Gemüse vom Erzeuger in die Regale der Supermärkte und Discounter wesentlich zu verkürzen. Die Kunden fragen nämlich immer häufiger nach dem Ursprung der Waren. Und warum soll man Tomaten aus Südspanien kaufen, wenn diese Früchte auch prima in Gewächshäusern auf der Zechenhalde in Oer-Erkenschwick reifen können", sagt Dr. Nikolai Ulrich von der Fakt AG in Essen.

Zwei Gewächshäuser für Tomaten und Paprika

Das Unternehmen, das sich auch für eine Bebauung des Stadtparks  in Oer-Erkenschwick interessiert, hatte bereits Ende 2017 sein Interessse bekundet, auf dem früheren Zechenareal zwei Gewächshäuser zu bauen. Darin sollen auf Kokos-Substrat Tomaten und Paprika gezüchtet werden. „Derzeit arbeiten wir an dem Artenschutzgutachten“, erläuterte Dr. Ulrich.

Bodenmanagement auf der Halde ist aufwendig

Denn ein solches Gutachten ist für das Erlangen einer Baugenehmigung erforderlich. Es soll sichergestellt werden, dass durch ein Bauvorhaben keine bedrohten Tiere gefährdet werden. Ebenfalls aufwendig ist das Bodenmanagement auf dem Zechengebiet. „Unser Ziel ist es, für den Gewächshausbau wegen möglicher Bodenbelastungen so wenig Erdbewegungen wie möglich durchzuführen“, sagt Dr. Ulrich.

100 neue Arbeitsplätze für Oer-Erkenschwick

Als letztes muss dann weiterhin die Grundwasserkontrolle über die bereits 40 vorhandenen Probebrunnen sichergestellt bleiben. Die Bewässerung der Zuchtpflanzen soll über Regenwasser sichergestellt werden. Die Bestäubung übernehmen Bienen. Zehn Hektar sollen die beiden Gewächshäuser groß sein, etwas kleiner als ursprünglich geplant. Rund 100 Menschen sollen dort dann Arbeit finden. „Wir hoffen, das Projekt Ende nächsten Jahres baureif zu haben. Ein gutes Jahr später kann geerntet werden“, sagt Dr. Nikolai Ulrich.

Übrigens: Die gesamten Zechenbrachen der Region bieten Potenziale für die Zukunft.

Lesen Sie auch: Das Aus für die ehrgeizigen Golfplatz-Pläne auf der Zechenhalde kam 2017

In Rapen ist jetzt ein Ökoprojekt eröffnet worden, bei dem ebenfalls Bienen eine Rolle spielen.

Die Essener Fakt AG will auch den Stadtpark in Oer-Erkenschwick bebauen. Dagegen hat sich nun eine Bürgerinitiative gegründet.

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