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Mit zahlreichen Beamten war die Polizei am späten Sonntagabend an der Eichendorffstraße im Einsatz

Nach dem Großeinsatz der Polizei

Massenschlägerei an der Eichendorffstraße - was kann jetzt die Stadt unternehmen?

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Die Polizei ist am Sonntagabend wegen einer Massenschlägerei an der Eichendorffstraße gerufen worden. Etwa 20 Männer und Frauen sind aufeinander losgegangen.

  • Etwa 20 Personen sind an der Eichendorffstraße in Streit geraten
  • Polizei mit zwölf Streifenwagen im Einsatz
  • Zwei Frauen wurden festgenommen, die Ermittlungen dauern an

Update Dienstag, 11.01 Uhr: 

Was kann eine Stadt unternehmen, wenn es zu Vorfällen kommt wie an der Eichendorffstraße? "In strafrechtlicher Sicht ist die Aufklärung des Sachverhaltes natürlich Aufgabe der Polizei", sagt Bürgermeister Carsten Wewers. "Wir werden uns als Stadtverwaltung bei diesem Thema aber nicht wegducken", betont Wewers.

Er kündigte am Dienstagmorgen eine Gesprächsrunde mit Vertretern der Anwohner von der Eichendorffstraße an. Zwar könne man als Stadt einem Privateigentümer nicht vorschreiben, an wen Wohnungen vermietet werden. "Nur werden auch wir alles unternehmen, was in unserer Macht steht, damit sich die Situation beruhigt."

Update Montag, 10.42 Uhr:

Die Polizei hat nach der Massenschlägerei an derEichendorffstraße 43 in Oer-Erkenschwick weitere Erkenntnisse zum Hergang veröffentlicht. Demnach kam es am Sonntagabend in dem Mehrfamilienhaus zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei 29 und 42 Jahre alten Brüdern, zwei 28 und 36 Jahre alten Frauen sowie einem 29 Jahren alten Mann. Grund des Streits war Lärm aus der Wohnung der zwei Frauen und des Mannes. Der Streit, der zuächst im Hausflur begann, verlagerte sich dann vor das Haus.

Oer-Erkenschwick: Angreifer fliehen vom Tatort

Hier kamen dann weitere Bewohner aus den umliegenden Häusern dazu, die sich mit den "Ruhestörern" solidarisierten. Im weiteren Verlauf griffen mehrere Männer die Brüder an und stießen sie zu Boden und schlugen auf die Beiden ein. Als die Polizei eintraf, war bereits ein großer Teil der Angreifergruppe nicht mehr vor Ort. Beide Brüder wurden bei der Auseinandersetzung verletzt. Einer wurde zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Beide lehnten aber eine weitere ärztliche Behandlungen ab.

Oer-Erkenschwick: Ermittlungen dauern an

Ein 54-jähriger Anwohner, der versuchte den Streit zu schlichten, erhielt auch einen Schlag ins Gesicht. Verletzt wurde er nach eigenen Angaben dadurch aber nicht. Konkrete Hinweise zu den Personen, die geschlagen hatten, konnte keiner der Beteiligten machen.

Die geschädigten Brüder gaben an, dass Angehörige der Angreifer Messer dabei gehabt hätten, während die Gegenpartei angab, dass die Brüder im Flur des Mehrfamilienhauses eine Eisenstange dabei gehabt hätten. Bei der Suche der Polizei konnte lediglich eine Eisenstange sichergestellt werden. Die beiden Frauen wurden festgenommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Unsere Erstberichterstattung vom Sonntagabend:

Gegen 21 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Im Bereich der Mehrfamilienhäuser an der Eichendorffstraße 43 und 45 in Oer-Erkenschwick war eine Gruppe von etwa 20 Menschen in Streit geraten. Weil es zunächst hieß, es sei auch eine Pistole und Messer im Spiel, rückte die Polizei mit Streifenwagenbesatzungen aus dem Bereich der Wache Datteln und sogar aus Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Marl an. Zwölf Streifenwagen sollen im Einsatz gewesen sein.

Oer-Erkenschwick: Polizei stellt Eisenstange sicher

Vor Ort war die Lage zunächst völlig unklar. Die Beamten trennten die Streithähne, die offenbar wegen einer Nichtigkeit aneinander geraten waren. Die Beamten stellen eine Eisenstange und eine Bierflasche als Tatwaffen sicher. Eine Pistole oder Messer wurden nicht benutzt. Drei Personen wurden bei der Schlägerei verletzt, eine kam ins Krankenhaus. Die Beamten nahmen zudem zwei Frauen fest. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt. Die genauen Hintergründe sind noch unklar und müssen nun ermittelt werden.

Oer-Erkenschwick: Problemhäuser sind bekannt

Bereits im vergangenen Sommer gab es großen Ärger um die Bewohner der beiden genannten Mehrfamilienhäuser. Die damals überwiegend rumänischen Mieter sorgten in der Nachbarschaft für Unmut und sogar für Angst. Polizei und städtische Behörden führten damals eine nächtliche Großrazzia durch. Wenige Tage später waren die Mieter mit ihren Transportern mit unbekanntem Ziel verschwunden. Wochen später waren die Wohnungen wieder belegt. Zum Jahresende hatten sich Nachbarn aber erneut über Vermüllungen an der Eichendorffstraße beschwert.

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