Feuerwehr-Warnschild bei Silvestereinsatz
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Die Feuerwehr hatte vom Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht abgeraten.

Keine Verletzten durch Feuerwerk

Ruhige Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr - das ist an der Steverstraße passiert

  • Regine Klein
    vonRegine Klein
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  • Michael Dittrich
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Eine vergleichsweise ruhige Silvesternacht erlebten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zum Jahreswechsel. 

Update, 1. Januar, 13.30 Uhr: „Wir mussten keinen einzigen silvesterbedingten Einsatz fahren“, sagt Feuerwehr-Sprecher Michael Wolters. Das bedeutet: Der Rettungsdienst wurde weder wegen übermäßigem Alkoholgenuss, einer Schlägerei, noch einer Verletzung durch Abbrennen von Feuerwerk alarmiert. Der Löschzug musste an Silvester nur einmal ausrücken, brauchte allerdings nicht einzugreifen. Das Silvesterfeuer loderte bereits um 16.58 Uhr an der Steverstraße. Dort hatten Bewohner ihren Kamin angezündet. Weil der Abzug nicht richtig funktionierte, kam es zu einer Verrauchung, die Bewohner des Hauses alarmierten die Feuerwehr. „Als unsere Einsatzkräfte eintrafen, hatte es sich schon erledigt, der Kamin zog wieder durch“, sagt Wolters.

Kein Verstoß gegen die Corona-Schutzauflagen in Oer-Erkenschwick

Keine besonderen Vorkommnisse meldet die Polizei über den Jahreswechsel. „Es gab auch in Oer-Erkenschwick zwar übliche Silvestereinsätze wegen Ruhestörung und illegaler Pyrotechnik, aber keine einzige große Menschenansammlung im öffentlichen Raum“, sagt der Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Recklinghausen, Andreas Wilming-Weber. 

Feuerwehr macht sich Sorgen um Feuerwerk-Altbestände in Oer-Erkenschwick

Stadtbrandinspektor Michael Wolters und seine Kameraden der hauptamtlichen und der Freiwilligen Feuerwehr warten gespannt auf die anstehende Silvesternacht, denn Wolters hat eine Befürchtung: „Zwar gibt es ein Verkaufsverbot für Feuerwerk, sodass in Oer-Erkenschwick mit Sicherheit weniger geknallt wird, aber eben kein Abbrennverbot.“ Bürger könnten so auf die Idee kommen, Altbestände aus dem vergangenen Jahr abzufeuern. „Doch dieses zugelassene Feuerwerk kann gefährlich sein, denn man weiß nicht, wie es reagiert.“ Außerdem befürchtet der Feuerwehrmann, dass sich Bürger auf illegalem Weg Feuerwerk besorgen. Wie gefährlich das sein kann, zeigte sich in der Silvesternacht 2016, als eine Angestellte des Hotels „Jammertal“ schwerst verletzt wurde.

In der Silvesternacht 2019/20 brannte es in der Kleingartenanlage in Oer-Erkenschwick

Aber auch eine Wiederholung der Silvesternacht 2019/2020, in der ein Küchengebäude im Kleingarten komplett abbrannte, weil zuvor eine Silvester-Rakete eingeschlagen war, wünscht sich niemand. Michael Wolters: „Wir werden aber wieder mit den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräften für die Sicherheit unserer Bürger in Bereitschaft sein.“ Der Sicherheit der Allgemeinheit dienen auch die Corona-Schutzbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen für die Silvesternacht, auf die Bürgermeister Carsten Wewers hinweist. „Auch an Silvester und am Neujahrstag gilt, dass sich private Treffen im öffentlichen Raum auf den eigenen und einen weiteren Haushalt beschränken müssen. Zudem dürfen sich maximal fünf Personen treffen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mitgezählt werden.“

In Oer-Erkenschwick gibt es keine Verbotszonen für Abrennen von Feuerwerk

Im Gegensatz zu anderen Städten gibt es in Oer-Erkenschwick keine explizit ausgewiesenen Zonen, in der das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk verboten wird. „Wir raten allerdings dringend dazu, auf privates Feuerwerk zu verzichten. Denn so können Verletzungen vermieden werden, die am Ende die derzeit ohnehin stark belasteten Krankenhäuser zusätzlich in Anspruch nehmen würden.“ Der Verwaltungschef verweist darauf, dass der Verzehr von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit grundsätzlich untersagt ist. Restaurants und Gaststätten bleiben wegen des Lockdowns auch zum Jahreswechsel geschlossen. Nur ein Bring- und Abholdienst ist wie schon in den vergangenen Wochen erlaubt. Alle Bürger sind zudem aufgerufen, nicht nur aber eben auch in der Silvesternacht an das Einhalten der AHA plus L-Regeln zu denken. „Das bedeutet: Halten Sie Abstand, waschen Sie sich regelmäßig die Hände, tragen Sie einen Mund-Nase-Schutz und lüften Sie regelmäßig“, erklärt Wewers.

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