Christine Rasemann (l.) und Tina Westrup legen nach dem Ausritt mit ihren Pferden „Kaja“ und „Snowflake“ eine Kaffeepause im Biergarten der Gaststätte „Zum St. Johannes“ ein.
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Christine Rasemann (l.) und Tina Westrup legen nach dem Ausritt mit ihren Pferden „Kaja“ und „Snowflake“ eine Kaffeepause im Biergarten der Gaststätte „Zum St. Johannes“ ein.

Neue Freiheiten für die Freizeit  

Frischgezapftes Bier schmeckt wieder - so läuft es nach Lockerung in der Gastronomie   

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Nach zwei Monaten Zwangspause profitieren von der Lockerung bei der guten Wetterlage vor allem Betriebe mit Außengastronomie.

  • Ausflugslokale sind gut besucht
  • Weniger Plätze wegen Abstandsregel
  • Keine Familienfeiern erlaubt     

Auch Samstagmittag füllt sich Tisch um Tisch im Biergarten an der Gaststätte „Zum St. Johannes“ am Haardrand. Wenn die Masken fallen, sieht man rundherum nur gut gelaunte Gäste. Wirtin Anke Engelmann (51) ist sehr zufrieden mit der Resonanz: „Auch unsere Gäste sind glücklich, dass wir wieder geöffnet haben.“ Maskenpflicht im Lokal, damit haben die Gäste kein Problem. Auch nicht mit dem Umstand, dass sie sich schriftlich anmelden müssen mit Namen und Wohnort.

Adressaufkleber für schnelle Registrierung  

 „So ein bisschen eingeschränkte Freiheit – damit können wir doch leben. Ich habe nix zu verbergen“, sagt Heinz Ditkes (73) aus Hattingen. Der Stammgast vom Campingplatz pappt einen Adressaufkleber auf den Anmeldezettel und unterschreibt: „Da müssen wir jetzt alle durch.“ Christine Rasemann (35) und Tina Westrup (35) sind nicht die einzigen Reiterinnen, die sich nach dem Ausritt einen Cappuccino und ihren Pferden einen Eimer Wasser gönnen. „Wir sind schon das zweite Mal in dieser Woche hier. Endlich ist das Lokal wieder geöffnet“, meint Rasemann. Auch wenn coronabedingt zurzeit noch 50 Plätze im Biergarten gesperrt sind.

40 Prozent weniger Umsatz im Restaurant 

Über die Lockerung der Corona-Auflagen freuen sich auch die Betreiber der Traditionsgaststätte „Mutter Wehner“, Martin (37) und Christof Kopij (40). Die Gäste kommen, aber die Kapazitäten sind begrenzt. „Wir mussten abends schon etliche Kunden wieder nach Hause schicken, weil keine Tische mehr frei waren“, sagt Martin Kopij. 40 Prozent der Plätze fehlen den beiden Gastronomen im Lokal, natürlich am Ende auch beim Umsatz. „Mutter Wehner“ ist zudem offizielle Filiale des Oer- Erkenschwicker Standesamtes. Hochzeitsgesellschaften und Familienfeiern sind aber wegen der Ansteckungsgefahren noch nicht erlaubt. „Uns würde es schon helfen, wenn wir Gesellschaften bis 30 Personen ausrichten könnten“, meint Christof Kopij. Die Brüder wollen trotzdem nicht den Kopf in den Sand stecken: „Es ist wenigstens ein Anfang, vielleicht werden die Auflagen bald noch weiter gelockert.“

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