Schulleiterin Christel Berg zeigt hier im Förderaum eines der 48 alten Kippfenster, das wegen Unfallgefahr gesichert ist und sich in diesem Zustand für einen ausreichenden Luftaustausch nicht weit genug öffnen lässt.
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Schulleiterin Christel Berg zeigt hier im Förderaum eines der 48 alten Kippfenster, das wegen Unfallgefahr gesichert ist und sich in diesem Zustand für einen ausreichenden Luftaustausch nicht weit genug öffnen lässt.

Clemens-Höppe-Schule

Kein Stoßlüften möglich: Gefahr durch alte Fenster - Schüler in Oer-Erkenschwick müssen aus dem Gebäude

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Die Stadt muss an der Clemens-Höppe-Schule 48 neue Fenster einbauen. Mit den alten Kippfenstern ist die für Schulen wegen Corona vorgeschriebene Stoßlüftung nicht möglich.

Die Fenster aus den 70er/80er-Jahren, die sich um mehr als 90 Grad kippen lassen, werden wegen Unfallgefahr schon lange nicht mehr verbaut, insbesondere in Schulen und Kindergärten.

Aus gutem Grund. „Bei einem Windstoß kann das Kippfenster aufschlagen und womöglich ein Kind treffen. Zudem könnte ein Kind aus dem Fenster fallen. Deswegen haben wir den Kipp-Mechanismus in den Klassenzimmern auch arretiert“, sagt Schulleiterin Christel Berg. Das verhindert aber nicht nur, dass sich das schwere Fenster selbstständig macht, sondern verhindert gleichzeitig einen ausreichenden Luftaustausch, um Viren aus dem Klassenzimmer zu befördern.

Oer-Erkenschwick: 50.000 Euro für neue Fenster - Übergangslösung wird gesucht

Die Stadt reagiert jetzt und will möglichst schnell den Auftrag für den Fenstertausch ausschreiben. Es handelt sich um ein Auftragsvolumen von rund 50.000 Euro.

Indessen suchen die Schulleiterin und die Schulverwaltung nach einer Übergangslösung, bis die neuen corona-tauglichen Fenster eingebaut sind. „Hier können die Kinder nicht noch wochenlang bleiben“, sagt Christel Berg.

Ausweichräume für den Unterricht von acht Schulklassen sind gefragt. Zwei neu ausgebaute Kellerräume der Höppeschule kommen in Frage. Eine weitere Klasse kann in die offene Ganztagsschule (OGS) umziehen. Zwei Klassenräume sind aktuell in der Ewaldschule frei, ein dritter in der Albert-Schweitzer-Schule.

Oer-Erkenschwick: Drei Klassen müssen wahrscheinlich mit dem Schwimmbus pendeln

Die Schulleiterin führt zudem Gespräche mit ihren Nachbarn, der Schützengilde Rapen und der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß. Dann könnten fünf Klassen weiter in Rapen bleiben, drei Klassen müssten mit dem „Schwimmbus“, der zurzeit nicht für diese Zwecke gebraucht wird, zum Unterricht gefahren werden.

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