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An der Esseler Straße in Höhe der „Kreuzung Pieper“ wird zurzeit das Mehrfamilienhaus gebaut.

Esseler Straße

Überdimensioniert oder rechtens? Das sagt der Kreis zum Bau in Oer

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Der Bau eines Mehrfamilienhauses in Oer-Erkenschwick hat die Kreisverwaltung beschäftigt. Diese hat nun die Baugenehmigung geprüft.

Die Baugenehmigung für das Mehrfamilienhaus an der Esseler Straße 1 (ehemals Gaststätte „Zur Linde“) ist nicht zu bestanden. Zu diesem Ergebnis kommt die Kreisverwaltung, die in ihrer Eigenschaft als obere Bauaufsichtsbehörde von einem Anwohner eingeschaltet worden war. Der Kreis kommt nach Abschluss seiner Prüfung zu dem Ergebnis, dass weder bauplanungs- noch bauordnungsrechtlich an der Handlungsweise der Stadtverwaltung etwas auszusetzen sei.

Oer-Erkenschwick: "Es bleibt fader Beigeschmack"

Anwohner Heinrich Ader, wohnhaft an der Friedhofstraße, hält das Bauvorhaben für überdimensioniert und wollte geklärt wissen, ob die Genehmigung überhaupt rechtens ist. Ende September wandte er sich an den Kreis, der ihm jetzt die Ergebnisse übermittelte. Weder seien Aders sogenannte nachbarschützenden Rechte verletzt worden noch bestünden Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Genehmigung. Auch wenn das Ergebnis jetzt vorliegt, bleibt für Ader ein fader Beigeschmack. „Mein persönliches Empfinden ist, dass hier ein allein unter dem Gesichtspunkt optimierter Vermietbarkeit konzipiertes und auf mich wuchtig und als dunkler Klotz wirkendes Mehrfamilienhaus an der Grenze geltenden Baurechts genehmigt wurde“, sagt Ader.

Die Stadtspitze habe seiner Auffassung nach Chancen und Einflussmöglichkeiten hinsichtlich einer guten und an den Interessen der Bürger ausgerichteten städtebaulichen Entwicklung vertan – und das trotz entsprechender Erfahrungen, beispielsweise an der Neuen Mitte.

Oer-Erkenschwick: Einen Baustopp gab es nie

An der Esseler Straße/Groß-Erkenschwicker-Straße wird auf einem rund 5000 m² großen Grundstück von Investor Oliver Mumme ein Zwölf-Familien-Haus mit Wohnungen von rund 85 m² bis 105 m² gebaut. Hinzu kommen zwei Penthouse-Wohnungen mit 125 m². Es handelt sich um einen dreigeschossigen Komplex mit Staffelgeschoss. Entgegen vieler Gerüchte, die im Dorf Oer immer wieder kursierten, gab es zu keinem Zeitpunkt einen Baustopp. Vorbehaltlich eines guten Wetters sollen die Bauarbeiten bis Ende April abgeschlossen sein, sodass im Anschluss die Wohnungen bezogen werden können, meint Mumme. Der Einbau der Fenster soll in der kommenden Woche starten.

Das waren die Hintergründe des Anwohner-Protestes.

Ende vergangenen Jahres war die Kreuzung Pieper Schauplatz einer Unfallserie.

Der Abriss der ehemaligen Gaststätte "Zur Linde" sorgte für reichlich Aufmerksamkeit.

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