Nur fürs Foto gehen die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins und der Bürgermeister auf coronakonformen Abstand, denn sonst pflegt man eigentlich enge Kontakte in Oer-Erkenschwick: (vl.) Jürgen Meinders, Wolfgang Kukla, Gudrun Göllner, BM Carsten Wewers, Jutta Wohlgemuth und Ehrenmitglied Hubert Gehrken.
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Nur fürs Foto gehen die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins und der Bürgermeister auf coronakonformen Abstand, denn sonst pflegt man eigentlich enge Kontakte in Oer-Erkenschwick: (vl.) Jürgen Meinders, Wolfgang Kukla, Gudrun Göllner, BM Carsten Wewers, Jutta Wohlgemuth und Ehrenmitglied Hubert Gehrken.

100-Jähriges

Setzlinge für Oer-Erkenschwick - Heimatverein verteilt Geschenke zum Jubiläum

  • Regine Klein
    vonRegine Klein
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Die Corona-Krise hat dem Heimatverein einen Strich durch die Planung gemacht. Doch ganz still wollen die Heimatkundler „ihren“ Geburtstag in Oer-Erkenschwick nicht verstreichen lassen.

Dieses Jahr hatten sich die Engagierten eigentlich ganz anders vorgestellt. Nicht nur, dass der Verein für Orts- und Heimatkunde in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, vor zehn Jahren wurde auch das Heimathaus eingeweiht. Zahlreiche Jubiläumstermine waren in Oer-Erkenschwick geplant, doch dann kam die Corona-Krise und damit die Absagen. Doch ein Geburtstag sollte gefeiert werden, zumindest coronakonform im ganz kleinen Kreise. Der 5. November 1920 ist offizieller Gründungstag, 100 Jahre später traf man sich vorm Heimathaus.

Identitätsstiftend für Oer-Erkenschwick

In einem Jahrhundert habe sich einiges im Verein getan, sagte Bürgermeister Carsten Wewers. „Das bedeutet aber auch 100 Jahre wichtiges ehrenamtliches Engagement. Der Heimatverein wirkt identitätsstiftend.“ Durch die Arbeit des Vereins werde die Vergangenheit und Geschichte Oer-Erkenschwicks nicht vergessen. So kooperieren derzeit Stadt und Heimatverein für ein gemeinsames Projekt: Am Bauhof, dort wo im Zweiten Weltkrieg die Lager standen, erinnert künftig ein Denkmal an das Schicksal der Zwangsarbeiter. Doch zu einem runden Geburtstag gehören auch Geschenke. Meinders: „Wir möchten Danke sagen, und die Stadt noch ein bisschen schöner machen.“ Und so verschenkt der Heimatverein 100 Setzlinge und Pflanzen an ehrenamtlich geführte Vereine aus Oer-Erkenschwick, „vor allem natürlich an die, die auch entsprechend Platz auf ihrem Gelände haben.“

Über Geschichte von Oer-Erkenschwick informieren

Ein Blick zurück ist an einem solchen Tag aber auch ohne große Feier möglich. Die Menschen kundig zu machen zur Ortsgeschichte von Oer-Erkenschwick, das ist seit 100 Jahren erklärtes Ziel des Vereins für Orts- und Heimatkunde, der alle drei Jahre eine Krippenschau organisiert. Der Beginn der Vereins-Geschichte 1920 ist untrennbar mit dem Namen von Karl Kollmann verbunden. „Lehrer Kollmann“, gründete den Heimatverein, und war bis zu seinem Tode im Jahr 1966 Vorsitzender. Sein zweitältester Nachkömmling Hans-Georg Kollmann (95) ist bis heute dem Verein verbunden, wurde im Jubiläumsjahr zum Ehrenmitglied ernannt. Kollmann schenkte dem Heimatverein zum 100. Geburtstag ein Buch in dem er „400 Jahre Schule in Oer“ und „400 Jahre Kirchhof in Oer“ beleuchtet.

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