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Taschen mit Lebensmitteln gepackt: (v.l.) Ruth Witza, Michaela Bürger, Inti Kaplan und Peter Weidensee.

Zahlreiche Aktionen

Hilfe auf allen Ebenen - das planen der "Laden" und das Jugendparlament

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Soforthilfe ist gefragt in Oer-Erkenschwick auf vielen Ebenen, wenn es um die Bewältigung der Corona-Krise geht.

  • Hilfsaktionen nehmen an Fahrt auf
  • Kunden desLaden-Projekts werden versorgt
  • Auch das Kinder- und Jugendparlament engagiert sich

Der „Laden“ ist seit drei Wochen wegen der Corona-Krise geschlossen. Lebensmittel bekommen etwa 165 Kunden des Hilfsprojekts jetzt trotzdem – mit sicherem Abstand nach Hause geliefert. Neun Mitarbeiter des Laden-Teams bringen mit  Reis, Mehl, Zucker und anderen haltbaren Lebensmitteln gefüllte Taschen bis an die Haustür. Die Initiative dazu kam vomKinder und Jugendparlament (KiJuPa). „Wir wollten den bedürftigen Menschen helfen und kamen dabei auf die Idee mit den Taschen“, sagt Inti Kaplan (14). Die Nachwuchspolitiker nahmen Kontakt zum Laden-Team auf und bekamen sofort Zuspruch.

Oer-Erkenschwick: Muslimische Gemeinde unterstützt

„Wir haben auch schon überlegt, wie wir die Hilfe fortsetzen können. Die Gruppe A unserer Kunden konnte in der ersten Märzwoche noch einkaufen. Gruppe B ist wegen des Kontaktverbots leer ausgegangen“, meint Peter Weidensee. Die KiJuPas haben in wenigen Tagen zahlreiche Lebensmittelspenden von Geschäften und Privatleuten bekommen. „Auch die muslimischeDITIB-Gemeinde an der Klein-Erkenschwicker Straße hat uns großzügig unterstützt“, sagt KiJuPa-Koordinatorin Michaela Bürger. Die KiJuPa-Mitglieder wollen jetzt weiter für den „Laden“ sammeln. Eine weitere Taschen-Aktion ist nicht ausgeschlossen. „Ich habe mich richtig gefreut. Wir hatten ja selbst noch einen Vorrat an Lebensmitteln in den Regalen“, sagt Ruth Witza.

Oer-Erkenschwick: kijupa sammelt Spenden in Corona-Krise| cityInfo.TV

Oer-Erkenschwick: kijupa sammelt Spenden in Corona-Krise| cityInfo.TV

Oer-Erkenschwick: Ostergrüße für Senioren

Bevor sie am „Laden“ das Auto mit den Spenden leerten, besuchten Inti Kaplan und Michaela Bürger noch das „Seniorenstift an der Haard“. Die Jungparlamentarier waren durch die Aktion „Glücksmomente“ auf das Schicksal der Senioren aufmerksam geworden, die wegen der Corona-Krise keinen Besuch mehr bekommen. Christine Zawieracz, Leiterin des sozial-therapeutischen Dienstes, hat dazu eingeladen, Briefe oder gemalte Post an die Ewaldstraße 75 zu schicken. Inti Kaplan überreichte ihr im Garten des Seniorenstifts einen ganzen Stapel mit bunten Ostergrüßen von den KiJuPas und einen großen Strauß mit Osterglocken für die Bewohner.

Oer-Erkenschwick: Coronahilfe OE ist im Einsatz

Zudem hatte die kleine KiJuPa-Abordnung noch eine Spende der Coronahilfe OE im Gepäck: 80 selbst genähte Textilschutzmasken für die Pflegekräfte des Seniorenstifts. „Die können wir gut gebrauchen, Schutzmasken sind sehr knapp“, sagt Leiterin Verena Hilbolt. Aus der Übergabe wurde eine kleine Feierstunde. Mitarbeiter Heiko Edel spielte auf dem Keyboard das „Steigerlied“, die Senioren im Garten und an den Fenstern sangen mit.

Alle Schüler sollen mit Schutzmasken ausgestattet werden.

Hier gibt es die aktuelle Entwicklung in Oer-Erkenschwick.

Im Hilfsprojekt "Der Laden" gibt es reichlich Arbeit.

Auf vielfältige Art und Weise engagiert sich dasKinder- und Jugendparlament.

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