Ein Hund hat ein junges Reh auf die Fahrbahn der Verbandsstraße gehetzt. Dort wurde es überfahren.
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Ein Hund hat ein junges Reh auf die Fahrbahn der Verbandsstraße gehetzt. Dort wurde es überfahren.

Jäger ist entsetzt

Drama an der Verbandsstraße: Hund hetzt Reh in den Tod - jetzt verenden die Kitze

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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  • Michael Dittrich
    Michael Dittrich
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Ein Hund hat ein Reh auf die Verbandsstraße gehetzt. Dort wurde es überfahren und getötet. Jäger Heinrich Bork ist entsetzt, denn jetzt verenden die Kitze.

  • Die Verbandsstraße ist für Wildtiere gefährlich
  • Am Hals des getöteten Rehs sind deutliche Bissspuren zu erkennen
  • Dramatische Folgen für den Nachwuchs
Jäger Heinrich Bork (75) aus Datteln ist immer noch entsetzt. Das tote Reh, das er am vergangenen Sonntagmorgen in Höhe des Hofes Rennefeld an der Verbandsstraße in Oer-Erkenschwick gefunden hat, ist dem Pächter des Jagdbezirks Oer-Erkenschwick 3 besonders schwer auf den Magen geschlagen. „Rehe rennen bei helllichtem Tag nicht über die Straße, ein Hund hat die Ricke aufgescheucht“, sagt der Jäger. Und beim Abziehen des Tieres bekommt Bork Gewissheit: Am Hals des Rehs sind deutlich Bissspuren zu erkennen. 

Jungtiere wurden in Oer-Erkenschwick nicht gefunden

„Offensichtlich hat ein Hund das Reh angefallen, Wölfe gibt es hier nicht", stellt Bork fest. Und dieser Vorfall hat dramatische Folgen für den Nachwuchs des toten Wildtieres. Eine Ricke (weibliches Reh) bekommt ein bis zwei Kitze. „Wir haben mit unseren Hunden nach den Jungtieren gesucht. Ohne Erfolg, jetzt werden die Kitze wohl verhungern.“ 

Appell an Hundebesitzer in Oer-Erkenschwick

Den unbekannten jagenden Hunden will Bork keine Schuld dafür geben: „Es sind die Hundehalter, die ihre Vierbeiner von der Leine lassen, ohne an die Folgen zu denken. Freilaufende Hunde sind in einem Landschaftsschutzgebiet strikt verboten. Bei solchen Wildunfällen können schließlich nicht nur Tiere, sondern auch Menschen zu Tode kommen.“ Als Jagdpächter in Oer-Erkenschwick wird Bork bei Wildunfällen regelmäßig von Polizei oder Feuerwehr herbeigerufen. Meistens mitten in der Nacht, nicht selten muss er die Tiere auch noch mit einem Fangschuss erlösen. Bork meint „Mein Hund macht so etwas nicht, ist kein Argument. Ich appelliere an alle Hundebesitzer, sich an die Anleinpflicht zu halten.“

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