Schülerin einer achten Klasse sitzt nach den Sommerferien mit einer Mund- und Nasenmaske an ihrem Tisch und schreibt etwas in ihren Stundenplan.
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Maskentragen im Unterricht ist an weiterführenden Schulen seit dem 1. September freiwillig.

Mund-/Nasenschutz ist freiwilig

Immer mehr Schüler lassen die Maske fallen - so sieht es an den Schulen in Oer-Erkenschwick aus

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Die Infektionszahlen steigen an, eine zweite Corona-Welle droht. Wie gehen die Schüler in Oer-Erkenschwick mit dem Wegfall der Maskenpflicht um?

Ganz einheitlich fällt die Reaktion in der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) aus. „Alle Schüler und Lehrer tragen weiter einen Mund-/Nasenschutz. Die Schulkonferenz hat beschlossen, das Tragen zu empfehlen. Und die Schüler ziehen freiwillig geschlossen mit“, sagt PGS-Rektor Volkmar Schäpers. Die Schüler bleiben zudem in ihren Jahrgangsstufen. „Bisher hatten wir keine Corona-Fälle an unserer Schule in Oer-Erkenschwick. Wir machen wohl ganz viel richtig“, sagt Schäpers. Es habe zwar Nachfragen und Beschwerden von Eltern wegen des Umgangs mit der Maske gegeben, das konnte im Gespräch mit Lehrern aber geklärt werden. „Wie die Schüler dann außerhalb der Schulzeit mit Corona umgehen, ist ein anderer Punkt“, meint der PGS-Schulleiter.

Die meisten Schüler in Oer-Erkenschwick halten sich an die Empfehlung

Auch am Willy-Brandt-Gymnasium (WBG) in Oer-Erkenschwick hatte die Schulleitung an Eltern und Schüler appelliert, während des Unterrichts weiter einen Mund-/Nasenschutz zu tragen. „Der weitaus größte Teil der Schüler hält sich an die Empfehlung“, sagt WBG-Leiter Christian Huhn. Die Akzeptanz schwankt aber in den unterschiedlichen Jahrgängen. Während sie in der Oberstufe und Unterstufe relativ konsequent getragen wird, ist die Bereitschaft in der Mittelstufe nicht so hoch.

Die Akzeptanz an weiterführenden Schulen in Oer-Erkenschwick nimmt aber ab

„Das hat womöglich etwas mit dem Elternhaus zu tun“, sagt Huhn. Und die Akzeptanz nimmt weiter ab. Der Schulleiter will deswegen noch einmal per Lautsprecher einen Appell an die Schüler richten, auch im Unterricht eine Maske zu tragen. Drei Lehrer aus Risikogruppen würden am WBG aktuell nur Distanzunterricht über digitale Wege erteilen. Huhn will sich auch an die Bezirksregierung wenden, die sich bei der Landesregierung für eine einheitliche Maskenpflicht einsetzen soll.

Masken-Empfehlung an der Realschule bei Unterricht mit Lehrern aus Risikogruppen

In der Christoph-Stöver-Realschule (CSR) in Oer-Erkenschwick sieht man die Maskenfrage etwas entspannter. „Den Schülern ist es freigestellt, eine Maske zu tragen, so wie die Landesregierung das vorsieht. In den einzelnen Klassen sieht das unterschiedlich aus. Ich schätze, dass etwa die Hälfte der Realschüler auch im Unterricht Masken tragen“, sagt CSR-Schulleiter Dirk Brinkmann. Eine deutliche Masken-Empfehlung spricht die Christoph-Stöver-Realschule allerdings für Schüler aus, wenn sie von Lehrern aus Risikogruppen unterrichtet werden. Brinkmann meint: „Wir haben zurzeit acht Lehrkräfte, die besonders gefährdet sind. Da setzen die Schüler freiwillig Masken auf.“

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