Das Freibad mit dem Maritimo ist aus der Vogelperspektive zu sehen.
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Dieses Luftbild gehört bald komplett der Vergangenheit an. Das unten erkennbare Freibad in Oer-Erkenschwick wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das darüber befindliche Freizeitbad wird modernisiert

Am Stimbergpark

Stadt Oer-Erkenschwick investiert 25 Mio. Euro - das soll am Maritimo-Freizeitbad alles geschehen

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Das Freibad ist marode und dicht, das Maritimo ist sanierungsbedürftig. Jetzt will die Stadt ihren Bäderstandort auf Vordermann bringen.

„Wir hoffen, dass dem Rat Ende November zumindest schon ein Ablaufplan für die einzelnen Baumodule vorgestellt werden kann“, sagt Stadtkämmerer Heinz Schnettger. Insgesamt knapp 25 Mio. Euro will die Stadt investieren – größtenteils kreditfinanziert. Mit der Generalplanung für den Neubau des Freibades in Oer-Erkenschwick sowie der Sanierung und Attraktivierung des 2004 eröffneten Maritimo-Freizeitbades ist nach einer europaweiten Ausschreibung das Architekturbüro „Bremer und Bremer“ aus Wetzlar beauftragt worden.

Freibad in Oer-Erkenschwick ist seit Herbst 2018 geschlossen

Das ist das Projekt: Das Maritimo-Freibad – 1969 als Freizeitstätte Stimbergpark in Oer-Erkenschwick eröffnet – ist seit Herbst 2018 geschlossen. Das marode Bad soll abgerissen und neu gebaut werden. Die Abrisskosten belaufen sich auf 1,6 Mio. Euro. Die Arbeiten sollten eigentlich schon im Herbst beginnen. „Wir haben uns aber nach Gesprächen mit dem Generalplaner dazu entschlossen, erst einmal dessen Planungsergebnisse abzuwarten, weil die möglicherweise Einfluss darauf haben, was und wie abgerissen wird“, erläutert Schnettger. Danach wird das Freibad mit einem Wasserpark neu gebaut. Kostenpunkt: Fünf Mio. Euro. Drei Millionen kommen vom Land NRW. „Auf jeden Fall bleibt der Zehn-Meter-Sprungturm als Landmarke erhalten, vielleicht sogar das ganze Springerbecken“, erklärt Bürgermeister Carsten Wewers.

Freizeitbad in Oer-Erkenschwick soll attraktiver werden

Möglichst zeitgleich sollen die Sanierungsarbeiten am Maritimo-Freizeitbad in Oer-Erkenschwick beginnen. Die Koordination und Kostenkontrolle der Arbeit soll neben dem Generalplaner ein noch zu findender Projektsteuerer übernehmen. Für insgesamt 11,9 Mio. Euro sollen die nach der Eröffnung des Bades entdeckten Baumängel beseitigt werden. Die Stadt wird über den neuen Projektsteuerer versuchen, damals am Bau beteiligte Firmen in Haftung zu nehmen. Das aber ist ein schwieriges Unterfangen, weil es einige der damals bauausführenden Firmen gar nicht mehr gibt. Gleichzeitig werden die Architekten von „Bremer und Bremer“ entwerfen, wie man das Maritimo-Freizeitbad nach der Sanierung attraktiver machen kann. Für diese Maßnahmen sind 6,4 Mio. Euro vorgesehen. Alles in allem also knapp 25 Mio. Euro.

Maritimo in Oer-Erkenschwick soll während der Bauphase nicht geschlossen werden

„Uns ist es wichtig, dass während all dieser Arbeiten das Maritimo möglichst nicht geschlossen wird“, sagt Bürgermeister Carsten Wewers auch mit Blick auf die rund 100 Arbeitsplätze in der mittlerweile wieder städtischen Freizeiteinrichtung. Dass die Stadt 22 der insgesamt knapp 25 Mio. Euro trotz ihrer Schuldenlage über Kredite finanziert, ist mit der Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde so abgesprochen. „Die Investitionen sind für die Zukunft des Bades überlebenswichtig“, sagt Heinz Schnettger.

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