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Ein Bewohner der Tierauffangstation: Kater „Samson“ ist ziemlich keck und schaut neugierig in die Kamera. Doch würde er mit einer Ratte fertig werden?

Tierschützer schlagen Alarm

Kaum Platz in der Auffangstation - Deshalb werden nun Ratten zur Gefahr für Katzen-Babys

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Sommerferien - und kaum noch Platz in der Tierauffangstation in Oer-Erkenschwick: Zehn Katzen nahmen die Tierschützer zuletzt auf. Nun schlagen sie Alarm: Ratten werden zur Bedrohung.

Noch finden die Tierschützer ein Plätzchen für jedes Notfellchen, doch: „Unser Platz ist einfach begrenzt. Besonders, wenn viele Katzen hier sind, die einzeln untergebracht werden müssen, weil sie krank oder trächtig sind“, weiß die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Ute Brinkmann. Und genau das ist derzeit auch in Oer-Erkenschwick der Fall. 

Zwinger in Oer-Erkenschwick ist nicht rattensicher

Jeder freie Platz wird gebraucht. „In den Sommerferien geht es los, aber im August und September kommen erfahrungsgemäß die meisten Tiere zu uns – gerade Katzen mit Babys“, weiß die Tierschützerin, die sich auf der Anlage umschaut. „Dann wird es so richtig voll hier.“ Und auf der Anlage gibt es ein Problem: Ratten. Die fressen sich durch alles: Bodenplatten, Beton, Holzwände. „Selbst der Zwinger ist nicht rattensicher“, sagt Brinkmann. Eine gesunde Katze würde mit den Plagenagern klar kommen, aber nicht auszudenken, was mit einem kranken Tier oder einer Mutter mit Babys passieren würde. Eine Lösung muss her – möglichst schnell. „Auf lange Sicht geht das so nicht mehr weiter“, erklärt Ute Brinkmann. 

Warum Katzen in Oer-Erkenschwick richtig Glück haben | cityInfo.TV

Warum Katzen in Oer-Erkenschwick richtig Glück haben | cityInfo.TV

Helfer fehlen auf der Station in Oer-Erkenschwick

Und eine Lösung für das im Winter sehr kalte und im Sommer sehr heiße Büro in einer Gartenlaube muss dringend her, denn viele Arbeiten erledigen die Tierschützer aus Oer-Erkenschwick mittlerweile lieber von daheim. Täglich müssen sie auf der Station sein, um die Tiere zu versorgen oder zum Arzt zu bringen. Doch es fehlt an Helfern, die regelmäßig morgens oder nachmittags für ein paar Stunden Zeit haben. Ute Brinkmann: „Wir freuen uns über jede helfende Hand. Die Personen müssen nur zuverlässig sein.“ Die Aktiven des Tierschutzvereines haben nur eine Mission: Ob mit Fell, Federn oder sogar Schuppen und Panzer, kein Tier sollte leiden müssen…

Wer ein Tier aufnehmen möchte, kann zu den Öffnungszeiten an der Tierauffangstation vorbeischauen. Derzeit leben hier 17 Katzen, davon eine werdende Mutter und vier Babys) sowie sechs Farbratten und vier Kaninchen. Kleintiere und Wohnungs-Katzen werden zu zweit vermittelt, Freigänger alleine. Einzelabgabe sonst nur als Zweittier. Die Vermittlungsgebühr für Kater beträgt 100 Euro, für Katzen 130 Euro, für Babys 80 Euro. Bei Kleintieren liegt die Vermittlungsgebühr bei 35 Euro für Männchen und 30 Euro für Weibchen. Die Hitze macht auch den Tieren auf der Station zu schaffen. Die Tierschützer haben Laken als Schattenspender gespannt und schaffen mit nassen Handtüchern oder in Tücher gepackte Eispacks Abkühlung. Das Aussetzen von Tieren ist gesetzlich verboten. Es ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit nach Tierschutzgesetz. Kontakt: Tierschutzverein OE, An der Feuerwache 12, Tel. 0 23 68/69 28 55. Besucherzeiten: montags 10 bis 12 Uhr, samstags 15 bis 17 Uhr oder nach Absprache. 

Ratten sind ein Dauerthema für die Tierschützer in Oer-Erkenschwick.

In Waltrop wurde über eine zeitweise Aussetzung der Hundesteuer diskutiert - das gleiche Thema kam auch in Recklinghausen auf den Tisch.

Hier gibt es weitere Information zum Tierschutzverein in Oer-Erkenschwick.

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