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Dirk Borkenstein bleibt in der Corona-Krise gelassen und beugt mit Desinfektionsmitteln vor.

Berliner Platz - mit Video

Einkaufen auf dem Wochenmarkt - wie  Händler und Kunden mit der Corona-Krise umgehen

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Auf dem Berliner Platz in Oer-Erkenschwick herrscht die gleiche Betriebsamkeit wie jeden Dienstagmorgen, wenn Markt ist – so gehen Händler und Kunden mit der  Corona-Krise um.

  • Keine Hamster-Käufe auf dem Wochenmarkt in Oer-Erkenschwick.
  • Kunden kaufen vermehrt Obst und Gemüse.
  • Auch Dauerwurst und Kartoffeln werden häufiger von den Kunden verlangt.

„Von Hamsterkäufen kann aber keine Rede sein“, meint Obst- und Gemüsehändler Dirk Borkenstein (54). Auch Rentner Axel Wauch (84) lässt sich den Einkaufsbummel auf den Wochenmarkt in Oer-Erkenschwick nicht nehmen. „Ich passe ja auf und wasche mir nachher die Hände“, sagt der Senior. Im Rollator verstaut er seinen Einkauf, für knapp 20 Euro frisches Obst. Clementinen, Orangen und Äpfel gehen zurzeit besonders gut. Das kann Markthändler Dirk Borkenstein bestätigen: „Sorgen um meine Gesundheit mache ich mir nicht. Ich halte ja bedingt durch die Warenauslage einen sicheren Abstand zu den Kunden.“ 

Kunden kaufen in Oer-Erkenschwick mehr ein

Trotzdem greift der Recklinghäuser häufiger als sonst zur Flasche mit dem Desinfektionsmittel und reibt sich die Hände ein. „Von Obst und Gemüse geht keine Gefahr aus, das sollte man vor dem Verzehr ohnehin abwaschen.“ Händewaschen und Desinfizieren ist für Metzgermeister Toni Tewes (33) aus Oer-Erkenschwick oberstes Gebot: „Einweghandschuhe allein reichen nicht. Jedes Mal, wenn ich Geld in den Fingern hatte, greife ich zur Flasche mit dem Desinfektionsmittel.“ Ob die Leute zu Corona-Zeiten mehr einkaufen als sonst? „Es wird mehr Dauerwurst verlangt als sonst und Fleisch haben wir auch mehr verkauft“, sagt Tewes.

Oer-Erkenschwick: Wochenmarkt im Corona-Check | cityInfo.TV

Oer-Erkenschwick: Wochenmarkt im Corona-Check | cityInfo.TV

Genügend Kartoffeln in Oer-Erkenschwick auf Lager

Astrid Kleine (35) befolgt natürlich alle Empfehlungen zur Corona-Vorsorge. „Aber einkaufen muss ich ja. Und da bevorzuge ich frische Sachen vom Wochenmarkt.“ Handschuhe der Marke Einweg trägt Markthändlerin Petra Zimmermann (61) schon seit zig Jahren. Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus kennt sie nicht. „Ich halte Abstand, kann nichts passieren“, meint die Marktfrau. Tatsächlich würden manche Kunden Kartoffeln auf Vorrat kaufen. Zimmermann: „Aber keine Sorge, wir haben genügend Knollen auf Lager. Ich komme nächste Woche wieder zum Berliner Platz.“

In unseren Nachrichten-Tickern zur Corona-Krise halten wir Sie auf dem Laufenden zu den Entwicklungen in Oer-Erkenschwick und in der Region

So sah die Situation auf dem Wochenmarkt im Januar aus: Das ist das Lieblingsobst der Kunden

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