Das Kinder und Jugendparlament um Ceyda Erdem (l.), Luise Storm (3v.l.) und Intizar Kaplan (2.v.r.) beteiligt sich an dem Projekt. Beraten werden sie von Simone Gendorf und Laurin Grüneberg (r.).
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Das Kinder und Jugendparlament um Ceyda Erdem (l.), Luise Storm (3v.l.) und Intizar Kaplan (2.v.r.) beteiligt sich an dem Projekt. Beraten werden sie von Simone Gendorf und Laurin Grüneberg (r.).

Kinder- und Jugendparlament

Auch Kinder können in Oer-Erkenschwick viel anstoßen - das sind ihre Ideen

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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„Lebenswelten aktiv gestalten“ lautet der Titel eines Projekts, an dem sich aktuell 51 Kinder von der Paul-Gerhardt-Schule (PGS) in Oer-Erkenschwick beteiligen. Das bedeutet aktives Gestalten.

  • Jugendliche können in Oer-Erkenschwick doch eine Menge anstoßen und haben reichlich Ideen. 
  • Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) besuchte die sechsten Klassen.
  • Das Bildungszentrum des Handels koordiniert das Projekt.

Das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) von Oer-Erkenschwick besuchte die sechsten Klassen. Für die PGS-Schülerinnen Intizar Kaplan und Ceyda Erdem war es ein Heimspiel, die beiden 14-Jährigen gehen ebenfalls auf diese Schule. An ihrer Seite: Luise Storm (14) von der Christoph-Stöver-Realschule sowie Stadtjugendpfleger Michael Hess und KijuPa-Koordinatorin Michaela Bürger. Und bereits nach wenigen Minuten Unterrichtsbesuch wird deutlich: Jugendliche können in Oer-Erkenschwick doch eine Menge anstoßen und haben reichlich Ideen. 

KiJuPa will Jugend aus Oer-Erkenschwick ins Boot holen

28 Mitglieder hat inzwischen das KiJuPa in Oer-Erkenschwick. Luise Storm und ihre Mitstreiterinnen erzählen von Workshops, Möglichkeiten des politischen Mitwirkens. Man merkt schnell: Sie wollen etwas in ihrer Stadt bewegen. In einer Stadt, der oftmals das Image anhaftet, es sei zu wenig los für Jugendliche.Das KiJuPa will diese Zielgruppe mit ins Boot holen. Natürlich gibt es in den Schulen gewählte Vertreter. „Doch wer Interesse hat, kann sich einfach informieren“, sagt Michaela Bürger. Freilich sind die Räumlichkeiten dort begrenzt, auch im Neptunheim wird schon mal getagt. Und es dauert nicht lang, da sind auch die Sechstklässler schon ins Boot geholt und diskutieren, was in Oer-Erkenschwick aus ihrer Sicht besser laufen kann.

Gestaltung von Lebenswelten in Oer-Erkenschwick

Sie stoßen sofort ein Thema an, das in Kürze auch die „große“ Politik auf ihrer Agenda haben sollte: Die Situation der Spielplätze. Manche Geräte seien veraltet, andere gar verrostet. Braucht Oer-Erkenschwick überhaupt 35 Spielplätze oder muss ein völlig neues Konzept her? Sechstklässlerin Nadja hat da eine ganz klare Meinung: „Es ist nicht wichtig, wie viel es gibt, sondern dass alle Spaß haben.“ Genau diese Form der Gestaltung von Lebenswelten wünscht sich auch das Bildungszentrum des Handels, das das Projekt koordiniert. Kulturelle Bildung nimmt in der bis Juli 2021 andauernden Initiative ebenfalls einen Schwerpunkt ein.

Auch in der Corona-Krise ist das Kinder- und Jugendparlament an vielen Stellen aktiv.

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