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Mit dem Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) können einkommensschwache Familien unter anderem die Mittagsverpflegung der Grundschulkinder bezahlen.

Bildungs- und Teilhabepaket

Alarmierende Zahlen: Kinderarmut nimmt auch in Oer-Erkenschwick zu

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Auch in Oer-Erkenschwick sind immer mehr Kinder von Armut betroffen. Das geht aus dem Bericht der Schulsozialarbeiterinnen vor.

Jedes vierte Kind in der Haardschule hat Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT). Ein Indiz dafür, dass auch am Stimberg die Kinderarmut weiter zunimmt. Das geht aus den Berichten der Schulsozialarbeiterinnen für das zurückliegende Schuljahr hervor, die bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch, 27. November, um 16 Uhr vorgestellt werden. „In der Ewaldschule hat inzwischen jedes vierte bis fünfte Kind Anspruch auf BuT-Leistungen. Vor zwei Jahren waren es noch weniger als 20 Prozent“, sagt Schulsozialarbeiterin Angelika Bronner. 

Oer-Erkenschwick: Geld aus dem BuT-Paket

Beantragen können Eltern diese Unterstützung, wenn sie bereits Leistungen wie Arbeitslosengeld II, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Asylbewerberleistungen bekommen. Mit dem Geld aus dem BuT-Paket sollen unter anderem Schulausflüge, Klassenfahrten, Schulbedarf, Mittagsverpflegung und Mitgliedsbeiträge für Vereine bezahlt werden. In der Albert-Schweitzer-Schule stieg die Zahl der BuT-Bezieher im Vergleich zum Schuljahr 2016/17 von 23 auf 27 Prozent. Nur in der Ewaldschule ist der Anteil mit 43 Prozent (2017: 49 %) rückläufig.

Oer-Erkenschwick: Hilfe bei Hausaufgaben

Einen besonders hohen Beratungs- und Hilfebedarf haben laut Bronner immer noch Familien mit Fluchthintergrund. Zwei Sozialarbeiterinnen sind auch zur Stelle, wenn es Probleme mit Hausaufgaben oder Mobbing gibt, wenn Eltern Rat brauchen. Gabriele Stern hat jeweils eine halbe Stelle in der Albert-Schweitzer- und Clemens-Höppe-Schule, Angelika Bronner in der Ewald- und Haardschule. Bronner hat das Jugendamt inzwischen verlassen. Ihre Stelle übernimmt Sarah Sara.

In der Jahresbilanz wird zudem deutlich, dass „Multikulti“ in der Grundschule längst der Normalfall ist. Schüler mit Migrationshintergrund sind nicht nur ein Rapener Phänomen. Die Clemens-Höppe-Schule hat mit 54,1 Prozent zwar den höchsten Anteil. Die Kinder kommen aus Syrien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Polen, Slowenien, Italien, Kosovo, Lettland, Vietnam, Mazedonien, Litauen, Äthiopien, Albanien, Türkei und Pakistan. Dahinter folgt die Albert-Schweitzer-Schule mit 43 Prozent. Auch die Haardschule kommt auf einen Anteil von 33,2 Prozent, noch vor der Ewaldschule (28,4 Prozent).

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