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Pfarrer Reinhard Vehring (l.) und Pastoralreferent Matthias Garsche (r.) gratulieren Elisabeth Kirsch (2.v.r.) und Iwona Puschmann zur Beauftragung.

Pfarrei St. Josef

Zwei Frauen in Leitungsposition: Katholische Kirche beschreitet neue Wege  

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Während die Zahl der Priester sinkt, geschieht ein Umdenken in der katholischen Kirche - auch in Oer-Erkenschwick. 

Oer-Erkenschwick - Mit Iwona Puschmann und Elisabeth Kirsch hat die Pfarrei St. Josef in Oer-Erkenschwick nun zwei Trauer- und Begräbnisbegleiterinnen. Ihre Beauftragung für die Übernahme des Trauer- und Begräbnisdienstes durch Bischof Dr. Felix Genn erhielten die beiden Frauen in der Sonntagsmesse in St. Josef. „Ich finde es sehr, sehr gut, dass damit auch Frauen in einer liturgischen Leitungsposition sind“, sagt leitender Pfarrer Reinhard Vehring. 

Es ist ein Schritt weg vom Klerikalismus in der Kirche, hin zur Stärkung des Ehrenamts und der Rolle von Frauen in der Gemeindearbeit. „Die Zahl der Beerdigungen mit Wortgottesdiensten steigt, und diese können auch von Laien übernommen werden. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Priester“, erklärt Pastoralreferent Matthias Garsche. 

Elisabeth Kirsch engagiert sich seit vielen Jahren in der Kirche in Oer-Erkenschwick

Vermittelt wurden Kenntnisse in Trauerseelsorge und Trauerbegleitung sowie in Gesprächsführung, Kommunikation und darüber, wie man Traueransprachen gestaltet. Es war erst der zweite Kurs im Bistum Münster, an dem die beiden Frauen teilnahmen. Elisabeth Kirsch ist vielen bereits als Küsterin in St. Marien bekannt – seit 17 Jahren versieht sie diesen Dienst. „Es war eine intensive und bereichernde Zeit“, blickt die 52-Jährige auf den halbjährigen Kurs zurück. Für den Glauben müsse man selbst tätig werden. Ihre neue Aufgabe soll geprägt sein vom Respekt vor dem Lebensweg des Verstorbenen und dem tröstenden Beistand für die Hinterbliebenen.

„Ich hoffe, das wir in unserer Funktion in der Gemeinde in Oer-Erkenschwick gut angenommen werden.“

Auch Iwona Puschmann ist keine Unbekannte, die 51-Jährige arbeitet im Marienstift, ist in Gemeinde und Frauengemeinschaft aktiv: „Abschied und Trauer sind schwere Momente, in diesen möchte ich für die Menschen da sein. Für mich kann der Glaube in diesen schwierigen Situationen helfen.“ Die Beauftragung ist zunächst auf fünf Jahre beschränkt, „kann aber verlängert werden“, wie Pfarrer Vehring erklärt. Elisabeth Kirsch: „Ich hoffe, das wir in unserer Funktion in der Gemeinde in Oer-Erkenschwick gut angenommen werden.“

Mit der Aktion "Maria 2.0" protestieren Frauen bundesweit für mehr Gleichberechtigung in der katholischen Kirche.

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