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Die untere Etage des Baugerüstes am Gebäude des früheren Klemm-Kaufhauses soll abgebaut werden.

"Baustellen-Gespräch"

Klemm-Kaufhaus in der City bleibt erst einmal eine Ruine - das sind die Gründe

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Eigentlich sollten in den kommenden Tagen der Abriss-Bagger seine Arbeit am Gebäude des ehemaligen Klemm-Kaufhauses aufnehmen. Aber daraus wird vorerst nichts.

Das haben benachbarte Geschäftsleute im Zuge eines "Baustellengesprächs" im DRK-Stadthaus erfahren. Dazu hatte Investor Jürgen Polenz aus Lüdinghausen über die städtische Wirtschaftsförderin Anke Husmann eingeladen. Polenz selbst erschien aber nicht, auch nicht sein Projektarchitekt, Gerenot Biermanns. Die interessierten Geschäftsleute wurden vielmehr vom Oer-Erkenschwicker Immobilieninvestor Oliver Mumme informiert.

Oer-Erkenschwick: Statik spricht gegen Sanierung

Der wiederum arbeitet mit der Recklinghäuser Staffelgruppe zusammen. „Und wir sind vor einigen Monaten in Sachen statischer Berechnungen um Unterstützung gebeten worden“, erklärte Mumme. Das Ergebnis ist seit Wochen bekannt: Eine Sanierung des alten Kaufhauses mit der beabsichtigten Folgenutzung für Einkaufsmöglichkeiten, Wohnen und ein Restaurant ist aus statischen Gründen nicht möglich. Deshalb ist bereits im Frühjahr die Abrissentscheidung erfolgt. 

Wer macht in Oer-Erkenschwick nun weiter?

Aktuell hakt es am Geld. Der Abriss, so Oliver Mumme, kostet allein eine gute halbe Mio. Euro und die Mehrkosten inklusive der genannten Tiefgarage würden sich nun auf rund 3,5 Mio. belaufen. „Da muss natürlich die Bank mitspielen“, sagt Mumme. „Einfach ausgedrückt ist es so, dass sich der Investor hinsichtlich seiner Vorhaben für das Klemm-Kaufhaus verplant hat. Nun geht es um die Frage, ob der bisherige Investor das viel teurer gewordene Projekt finanziert bekommt und weiter vorantreibt, oder ob das ehemalige Kaufhaus von einem anderen Investor übernommen, abgerissen und das Grundstück dann von ihm entwickelt wird.“ 

Interessenten für Projekt in Oer-Erkenschwick

Dafür, so Oliver Mumme weiter, gäbe es bereits mehrere andere Interessenten. So hat ein Immobilieninvestor aus Dortmund bereits die Gebäude des ehemaligen Möbelhauses Bergfort und „um die Ecke“ an der Marktstraße gekauft. „Hier wäre dann eine City-Entwicklung aus einer Hand möglich. Die Gespräche laufen“, sagt Oliver Mumme. 

Bauruine in Oer-Erkenschwick wird gesichert

Jetzt soll die Bauruine erst einmal abgesichert werden, damit spielende Kinder nicht eindringen und sich so in Gefahr bringen können. Dann soll das Baugerüst so befestigt werden, dass man die untere Etage abbauen kann. So wären die Bürgersteige wieder begehbar und die Absperrungen auf der Marktstraße könnten entfallen. Dann wären auch die dortigen Parkplätze wieder zu nutzen.

Bereits im April ist die Abriss-Entscheidung für das ehemalige Klemm-Gebäude gefallen. Damals hieß es, mit den Arbeiten werde im Sommer begonnen.

Das ehemalige Klemm-Gebäude liegt an der Marktstraße. Und die liegt im Überplanungsbereich des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK).

Nicht nur im Bereich der Marktstraße soll sich die City verändern, auch auf dem Kirmesplatz tut sich derzeit eine ganze Menge.

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