Demo gegen Corona-Lockdown

76 Autos rollen bei Korso der „Freiheitsfahrer“-Initiative durch das Ostvest - Zwischenfall an der Provinzialstraße

  • Michael Dittrich
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Weitgehend störungsfrei ist nach Angaben der Polizei ein Autokorso der Initiative „Freiheitsfahrer“ durch das gesamte Ostvest verlaufen. Einen Zwischenfall gab es aber in Datteln.

Nur an der Provinzialstraße in Datteln wurden Eier auf das Fahrzeug eines Teilnehmers geworfen. „Wir haben den Eierwerfer ermittelt und werden den Mann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr anzeigen“, sagte Polizeisprecher Björn Korte. An dem Autokorso haben 76 Fahrzeuge teilgenommen. Die Demo-Teilnehmer, größtenteils aus dem Kreis RE und dem Raum Dortmund, hatten sich auf dem Parkplatz neben dem Maritimo-Freizeitbad in Oer-Erkenschwick, das umgebaut wird, versammelt. Mehr als ein Dutzend Einsatzfahrzeuge der Polizei begleiteten den Korso durch Oer-Erkenschwick, Waltrop, Datteln und zurück.

Organisator der Veranstaltung in Oer-Erkenschwick will anonym bleiben

Der Organisator der Veranstaltung, ein Unternehmer aus Gelsenkirchen, wollte unerkannt bleiben: „Als Selbstständiger befürchte ich sonst Kontensperrungen und den Verlust von Auftraggebern.“ Über ein Megaphon forderte er die Teilnehmer auf dem Parkplatz mehrmals auf, die Versammlungsauflagen einzuhalten, Masken zu tragen und den nötigen Abstand zu halten. Allerdings hielten sich nicht alle Demo-Teilnehmer in Oer-Erkenschwick daran. Der Organisator räumte ein, dass etliche von der Maskenpflicht befreit seien.

Am Samstag um 14.30 Uhr startete der „Freiheitsfahrer“-Autokorso am Maritimo-Freizeitbad in Oer-Erkenschwick. Um 16.50 Uhr war die Demo zu Ende.

Korso-Teilnehmer in Oer-Erkenschwick demonstrieren gegen Lockdown

Die „Freiheitsfahrer“ betonten, dass sie keine Corona-Leugner seien und politisch weder von rechts noch links gesteuert werden. „Es geht uns um die Kollateralschäden, die durch den Lockdown entstehen. Ich denke dabei an meine Kinder, die in der Schule wegen Stoßlüftens in der Kälte sitzen, oder wie jetzt gerade mal fünf Stunden Video-Unterricht in der Woche bekommen.“ Auf einigen Autos befanden sich allerdings auch solche Aufkleber wie „Pandemielüge“.

Rubriklistenbild: © Michael Dittrich

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