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Über die Spende der KAB Oer-Erkenschwick freuen sich das Mitarbeiter-Team der Lebenshilfe und die Bewohner des „Calluna-Hauses“. —Foto:

Lebenshilfe - mit Video

Im Schatten des Förderturms - dieses Wohn-Projekt in Oer-Erkenschwick ist zukunftsträchtig

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Ein besonderes Projekt der Lebenshilfe in Oer-Erkenschwick ist richtungsweisend für Inklusion am Stimberg.

  • Das „Calluna-Haus“ gilt als eines der zukunftsträchtigsten Projekte der Lebenshilfe.
  • In 14 barrierefreien Wohnungen leben Menschen unterschiedlichster Generationen – mit und ohne Behinderung.
  • Das Konzept schafft Wohnraum für ein selbstständiges Leben von Menschen mit Behinderung.

Der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) aus Oer-Erkenschwick war schnell klar, dass der Erlös ihrer Adventsausstellung bei der Firma Tensmann für die Lebenshilfe eine gute Investition ist.  Das „Calluna-Haus“ gilt als eines der zukunftsträchtigsten Projekte der Lebenshilfe. Ein neuer Geräteschuppen kann dort jedenfalls von den 400 Euro, die Martin Vogler, Herbert Kullik und Pastor Clemens-August Holtermann überreichten, jetzt schnell angeschafft werden. Annerose Weber, deren Töchter Nele und Laura in dem Haus in Oer-Erkenschwick leben, freut sich zusammen mit Christian Heiken (Leitung Geschäftsbereich ambulantes Wohnen) und den Bewohnern des Hauses auf dem  ehemaligen Zechengelände über die Spendenbereitschaft. „Nachdem wir im vergangenen Jahr schon ein Lebenshilfe-Projekt in Recklinghausen unterstützt haben, bot sich jetzt Oer-Erkenschwick an“, berichtet Martin Vogler.

Selbstständiges Leben in Oer-Erkenschwick

In 14 barrierefreien Wohnungen auf der Straße „Am Förderturm“ leben Menschen unterschiedlichster Generationen in Single- oder Wohngemeinschaften – mit und ohne Behinderung. 2016 wurde das Haus auf dem ehemaligen Zechengelände errichtet. Für das nachbarschaftliche Miteinander in Oer-Erkenschwick steht allen Mietern unter anderem ein gemeinschaftlicher Sinnesgarten zur Verfügung. Im Erdgeschoss befindet sich ein Büro der Lebenshilfe, Unterstützung zum selbstständigen Leben in der eigenen Wohnung bekommen die Bewohner durch verschiedenste Angebote des Ambulanten Betreuten Wohnens. 

Vorzeigeprojekt stammt aus Oer-Erkenschwick

Längst ist das Konzept zu einem Vorzeigeprojekt gereift – Wohnraum für ein selbstständiges Leben von Menschen mit Behinderung, integratives Konzept, Begleitung im Haushalt, bei Einkäufen und Behördengängen, Hilfen bei der Gestaltung sozialer Beziehungen und eine innerstädtische Lage sind Schlagworte, mit denen das „Calluna-Haus“ in Oer-Erkenschwick entstand und Vorbildcharakter hatte. Schon direkt nach dem Einzug hatte auch Annerose Weber eine positive Bilanz gezogen. Ereignisreich sei der Start gewesen, sagte sie damals. „Aber ich kann diesen Schritt allen Eltern empfehlen.“ Ihre Zwillinge habe sie von einer neuen Seite kennengelernt. Der Schritt vom Überbehüteten in die Eigenständigkeit habe sehr gut funktioniert.

Das Calluna-Wohnprojekt der Lebenshilfe war nominiert für den Inklusionspreis des Landes NRW.

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