Werden von manchen Anwohnern als zu dunkel empfunden: die LED-Laternen an der Grevelstraße.
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Werden von manchen Anwohnern als zu dunkel empfunden: die LED-Laternen an der Grevelstraße.

Westnetz stellt auf neue Technik um 

LED-Straßenlaternen leuchten sparsamer - so sehen es Anwohner der Grevelstraße      

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Für Susann Aufderheide (57) bringt die Umstellung auf moderne Lampentechnik keine große Erleuchtung: „Das Licht ist viel dunkler als sonst.“

Morgens in der Dunkelheit müsse sie sich immer mit ihrem Handy den Weg zur Bushaltestelle an der Stimbergstraße ausleuchten. „Die alten Straßenlaternen waren viel heller als die kleinen Funzeln, die jetzt hier stehen. Das sehen auch viele Nachbarn so“, sagt Aufderheide. Die neuen Straßenlaternen an der Klein-Erkenschwicker-Straße würden viel größer ausfallen als auf der Grevelstraße. 

Oer-Erkenschwick: Subjektive Licht-Wahrnehmung   

Westnetz-Pressesprecherin Katrin Frendo kennt das Problem: „Das ist auch ein Stück Kopfsache und subjektive Wahrnehmung. Tatsächlich erzeugen LED-Lampen zwar ein etwas anderes Licht, aber die gleiche Lichtleistung wie ihre Leuchtstoff-Vorgänger.“ Auf der Grevelstraße sind das 2200 Lumen. Das ist bei Leuchtmitteln das Maß für die Helligkeit. Mit Watt wird die Größe des Strahlungsflusses (Energie) bezeichnet. Die alten Peitschenleuchten auf der Grevelstraße hatten zwei Leuchtstofflampen mit jeweils 18 Watt nebst Vorschaltgeräten, die zwischen zwei und fünf Watt verbrauchen. Das macht summa summarum 42 Watt pro Laterne. Die LED-Nachfolger verbrauchen nur die Hälfte, nämlich 21 Watt. 

Oer-Erkenschwick: LED-Leuchten streuen weniger 

Frendo räumt allerdings ein, dass die LED-Lampen exakt auf Gehweg und Straße justiert sind und einen geringeren Abstrahlwinkel haben als die Leuchtstofflampen, die das Licht über Reflektoren weiter streuen. „Wir haben uns die Beleuchtung auf der Grevelstraße bereits angeschaut und testweise nachjustiert. Die Leistung der Lampen lässt sich auf bis zu 32 Watt steigern“, sagt die Westnetz-Sprecherin. Grundsätzlich ist die Innogy-Tochter laut Vertrag mit der Stadt Oer-Erkenschwick aber verpflichtet, für eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung zu sorgen. „Wir ersetzen defekte Leuchtstoffröhren seit geraumer Zeit überwiegend mit LED-Lampen. Entweder tauschen wir bei der Umstellung nur den Leuchtenkopf aus, oder bei Bedarf den ganzen Laternenmast.“ Zuletzt hat Westnetz etliche Straßenlaternen an der Ahsener Straße und der Sternengasse umgerüstet.

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