Schwester Gerlinde (r.) und Schwester Lucie wurden in St. Josef von den Pfarrern Reinhard Vehring (2.v.r.) und Paulus Phan sowie Junikum-Geschäftsführer Thomas Kurth verabschiedet.
+
Schwester Gerlinde (r.) und Schwester Lucie wurden in St. Josef von den Pfarrern Reinhard Vehring (2.v.r.) und Paulus Phan sowie Junikum-Geschäftsführer Thomas Kurth verabschiedet.

Junikum

Ende einer Ära - das planen die Ordensschwestern nach ihrem Weggang

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
    schließen

Schwester Lucie Timmerhaus und Schwester Gerlinde Bußmann prägten das Kinderheim St. Agnes und das Junikum in Oer-Erkenschwick. Nun verlassen sie die Stadt.

  • Ordensschwestern ziehen nach Münster.
  • Somit endet eine Ära in der Pfarrei St. Josef.
  • Der Abschied kann nur im kleinen Kreis gefeiert werden.

Die Umzugskisten sind gepackt, das traditionelle jährliche Spargelessen mit Pastor Reinhard Vehring passte noch in den Terminkalender, aber jetzt werden Schwester Lucie Timmerhaus und Schwester Gerlinde Bußmann Oer-Erkenschwick endgültig verlassen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, sie kehren in das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung nach Münster zurück.

Oer-Erkenschwick: Dank im Gottesdienst

In Corona-Zeiten hatten die Schwestern nicht mit einer offiziellen Verabschiedung gerechnet. Doch Pastor Vehring, Junikum-Geschäftsführer Thomas Kurth und Pfarreirat-Mitglied Elisabeth Neisen dankten während eines Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Josef für stolze ingesamt 88 Jahre, die die Schwestern wirkten.

Schwester Lucie Timmerhaus trat 1964 in Münster in den Orden ein. Als Novizin war sie zehn Monate lang im Kinderheim St. Agnes in Oer-Erkenschwick tätig. 1975 kehrte sie dann nach OE zurück, inzwischen als gelernte Jugend- und Heimerzieherin sowie als Heilerziehungspflegerin. 1982 übernahm sie die pädagogische Leitung des Hauses. „Mit Kindern zu arbeiten, das war mein Ding“, bilanziert sie.

Oer-Erkenschwick: "Zwei gute Freundinnen"

Der Weg von Schwester Gerlinde Bußmann  führte über Wesel und Xanten 1982 nach Oer-Erkenschwick. Als Hauswirtschaftsleiterin zeichnete sie für die Verpflegung von 60 Kindern in der Küche verantwortlich.  Kindern eine Tagesstruktur zu geben, das sahen beide als Hauptaufgabe. „Sie kamen oft mit nichts“, sagt Schwester Lucie, die als gelernte Schneiderin bei ihrem ersten Aufenthalt sogar die Kinder noch mit selbst genähter Kleidung versorgt. Ende 1994 gab sie  sämtliche Ämter in der Einrichtung ab. Thomas Kurth, bis heute Geschäftsführer der Einrichtung, die längst nicht mehr Kinderheim St. Agnes, sondern Junuikum heißt, übernahm. Er sagt zum Abschied: "Auf der einen Seite weiß ich die Schwestern in guten Händen. Sie kehren in den Schoß ihres Ordens zurück. Aber es gehen zwei gute Freundinnen, die mit ruhiger, sanfter und seelsorglicher Hand bei uns gewirkt haben."

Das Junikum übernimmt die Trägerschaft eines neuen Kindergartens.

Traumjob Erzieher - warum sich junge Menschen dafür entscheiden

Oer-Erkenschwick: Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sport in der Stadt am Stimberg

Nach dem aufgeflogenen Schmuggel von 32 Mio. Zigaretten: So hat das Landgericht geurteilt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Bemerkenswert, wozu der Kanal-Schlamm aus Waltrop jetzt genutzt wird
Bemerkenswert, wozu der Kanal-Schlamm aus Waltrop jetzt genutzt wird
Siedler in Marl sauer über Ekel-Gestank - was Müllsortierer Alba dazu sagt
Siedler in Marl sauer über Ekel-Gestank - was Müllsortierer Alba dazu sagt
"Ein ruhender Diamant"   Hochkarätiger Verstärkung  für den 1. FFC Recklinghausen 2003
"Ein ruhender Diamant"   Hochkarätiger Verstärkung  für den 1. FFC Recklinghausen 2003
Video
Recklinghausen: Einzelhändlerin kämpft gegen den Leerstand | cityInfo.TV
Recklinghausen: Einzelhändlerin kämpft gegen den Leerstand | cityInfo.TV
Nach bewaffnetem Kiosk-Überfall: Polizei fahndet nach zwei Männern
Nach bewaffnetem Kiosk-Überfall: Polizei fahndet nach zwei Männern

Kommentare