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Wilfried Löchel macht auf seiner Kleingartenparzelle den Rasenmäher startklar.

Bis zum 21. Oktober

Darauf sollten Hobbygärtner unbedingt achten, wenn sie jetzt ihre Parzellen winterfest machen

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Eine Bauernregel besagt, dass man seinen Garten bis zum 21. Oktober winterfest machen soll. Und auf folgende Dinge sollten Hobbygärtner dabei unbedingt achten.

Folgende Tipps gibt der frühere Vorsitzende des Kleingärtnervereins "Arbeit und Freude", Wilfried Löchel: "Rasen mähen und düngen sind Pflicht. Vor dem Winter müssen auch sämtliche Blätter runter, sonst wächst Moos." Außerdem müssen die Dahlien-Knollen müssen raus und an einem kühlen Ort gelagert werden. Narzissen und Tulpen muss man zudem jetzt einpflanzen, sie brauchen den Frost. Bäume, Sträucher und Stauden können bis zum Ende des Laubfalls geschnitten werden. "Bei Rosengewächsen sollte man mit dem richtigen Zuschnitt aber bis zum Frühling warten", sagt Wilfried Löchel.

Oer-Erkenschwick: Rasenmäher ist startklar

Löchels Rasenmäher ist schon startklar.  „Ist das Gras im Winter zu lang, sammelt sich Feuchtigkeit an und begünstigt das Wachstum von Moos“, weiß Löchel. Der Gartenexperte empfiehlt auch eine Komplettbehandlung mit Rasendünger. Viel nützen wird das auf seiner Parzelle allerdings nicht. Die Raben haben die Wiese auf der Suche nach Engerlingen förmlich durchgepflügt. 

Oer-Erkenschwick: Problem mit Käfer-Larven

Überhaupt haben die Maikäfer-Larven den Kleingärtnern ziemlich zugesetzt. „Alle nicht winterharten Pflanzen müssen rechtzeitig in den Keller oder in den Schuppen, nach dem ersten Frost kann es zu spät sein“, meint Löchel. Er nutzt sein Treibhaus fürs Überwintern. Staudengewächse wie Pfingstrosen kann man über den Winter ruhig stehen lassen. Tiere wie Igel und Mäuse werden dafür genauso dankbar dafür sein wie für kleine Laubhaufen. Rosen sind wesentlich empfindlicher: „Am besten einsacken, zum Beispiel mit einem Jutesack“, meint der Kleingärtner. 

Oer-Erkenschwick: Studentenblume als Gründünger

Während der Grünkohl noch geduldig auf die Veredlung durch den ersten Frost wartet, hat Löchel sein Gemüsebeet ansonsten fast abgeerntet. Dort sprießt schon Tagetes. Die Studentenblume eignet sich genauso wie Senf, Hanf oder Phacelia als ökologischer Gründünger. Im Winter sterben die Blumen ab und verwandeln sich in Kompost. Die Wurzeln halten den Stickstoff für die nächste Gartensaison im Erdreich – damit Kartoffeln, Kohlrabi und anderes Gemüse gedeihen.

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