Wollen mehr Sicherheit auf ihrer „Spielstraße“: (vorne v.l.) Finn, Bruno, Steven mit (hinten v.l.) Annika Baumeister, Daniela Ohm, Yvonne und Ingo Eiringhaus.
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Wollen mehr Sicherheit auf ihrer „Spielstraße“: (vorne v.l.) Finn, Bruno, Steven mit (hinten v.l.) Annika Baumeister, Daniela Ohm, Yvonne und Ingo Eiringhaus.

Eltern beklagen zu schnelles Fahren       

Steigerweg für Kinder ein gefährliches Pflaster - das ist auf der "Spielstraße" passiert   

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
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Dass es irgendwann mal kracht, das haben etliche Eltern auf dem Steigerweg befürchtet. Am vergangenen Sonntag ist es dann passiert.

  • Kinderspiele sind auf "Spielstraße" überall erlaubt
  • Polizei hat schon einmal kontrolliert
  • Auto stand nicht auf gekennzeichneter Parkfläche    

Bei dem Unfall im verkehrsberuhigten Bereich wurde zum Glück niemand verletzt, es blieb im Gegensatz zu dem Unfall an der Moselstraße bei einem kleinen Sachschaden. Ein sechsjähriger Junge hat mit seinem Fahrrad ein geparktes Auto gestreift. „Der Wagen hätte dort überhaupt nicht parken dürfen. Die Fahrerin musste kurz darauf auch noch in die Eisen steigen, als sie mit ihrem Auto aus der Ausfahrt kam, weil plötzlich ein Kind mit Fahrrad vor ihr auftauchte“, sagt die Mutter Daniela Ohm (32).

Verkehrsberuhigte Sackgasse hinter AWO-Treff 

Dass Autos in der verkehrsberuhigten Sackgasse hinter dem AWO-Treff öfter mal zu schnell fahren, ist den Eltern schon länger ein Dorn im Auge. Im Volksmund spricht man von einer Straße mit dem blauen Verkehrszeichen 325.1 auch von einer "Spielstraße". Die Beschilderung bedeutet: Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiele sind überall erlaubt. Der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit einhalten, darf Fußgänger weder gefährden noch behindern, wenn nötig müssen Fahrzeugführer warten. Außerdem ist das Parken außerhalb der dafür gekennzeichneten Flächen unzulässig. Dafür gibt es sogar ein Knöllchen. 

Schon mal die Polizei in Oer-Erkenschwick alarmiert  

 „Wir haben auch schon mal die Polizei in Oer-Erkenschwick alarmiert. Die haben an einem Tag auch kontrolliert, passiert ist aber weiter nichts“, sagt die junge Mutter. Meistens seien es Paketzusteller und Besucher, die auf dem Steigerweg zu sehr auf die Tube drücken. Die Anwohner wissen, dass dort mehr als ein Dutzend Kinder vor der Haustür spielen, mit Roller oder Fahrrad über die Straße brausen. „Wir sprechen auch schon mal Leute an, wenn sie zu schnell fahren, aber meistens kommen dann nur dumme Sprüche“, sagt Ingo Eiringhaus. Die Eltern machen sich Sorgen, haben Angst, dass beim nächsten Unfall ein Kind verletzt wird. Eiringhaus meint: „Möglicherweise bremsen zusätzliche Schwellen oder Markierungen auf der Fahrbahn den Verkehr. Irgendetwas muss passieren.“

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