Anwohner der Eichendorffstraße protestieren gegen das Verkehrsaufkommen auf „ihrer“ Straße.
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Ärgern sich über den zunehmenden Verkehr und die Raserei auf „ihrer“ verkehrsberuhigten Eichendorffstraße in Oer-Erkenschwick: (v.r.) Claudia Flügge, Sven Reichelmann, Sven und Sandra Dunker, Wiebke Diekmann, Birgit und Martin Mathiowitz, Günter und Marion Vornhagen, Tibor und Bianca Kasoly und Tobias Langer und mit weiteren Nachbarn und Kindern.

Eichendorffstraße

Anwohner sind sauer - nun reagiert die Stadt Oer-Erkenschwick auf das Problem

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Wegen der teuren Straßensanierung liegen einige Anwohner der Eichendorffstraße mit der Stadt Oer-Erkenschwick vor Gericht. Jetzt kommt noch neuer Ärger hinzu.

Update, 21. Oktober, 14.51 Uhr: Wie berichtet, halten sich viele Verkehrsteilnehmer nicht an die ausgeschilderte Umleitung für die Baustelle an der Buschstraße in Oer-Erkenschwick, sondern nutzen lieber eine Abkürzung. Die führt über die verkehrsberuhigte Eichendorfstraße, die zuletzt komplett neu gepflastert wurde. Eine Absperrung der Eichendorffstraße wird es nach Aussage von Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak nicht geben, weil damit das Problem nur verlagert würde: „Wir denken aber über andere Lösungen wie Geschwindigkeitskontrollen nach.“

Unsere Erstberichterstattung: Die Eichendorffstraße in Oer-Erkenschwick ist im ersten Stück ab der Einmündung Groß-Erkenschwicker-Straße vor gut zwei Jahren zu einem verkehrsberuhigten Bereich ausgebaut worden. Das hatte damals schon für viel Ärger wegen der Kosten gesorgt. Und nun ist die für „teuer Geld“ verkehrsberuhigte Eichendorfstraße spätestens seit der Vollsperrung der Buschstraße zu einer Durchgangsstraße geworden – auf der auch noch zu schnell gefahren wird.

Oer-Erkenschwick: Fahrzeuge teilweise im Sekundentakt

Anwohner Tobias Langer aus Oer-Erkenschwick erklärt: „Die Entwicklung ist eine Katastrophe. Hier fahren Autos zeitweise im Sekundentakt durch.“ Dass Langer nicht übertreibt, zeigte sich während eines Ortstermins. Gegen 14.30 Uhr schoben sich gleich ganze Fahrzeugschlangen mit Pkw und Kleintransportern über die Eichendorffstraße. „Vor allem für die Kinder hier an der Straße ist das gefährlich. Und überhaupt: Die Fahrbahn ist für so viel Verkehr und schwere Fahrzeuge gar nicht geschaffen. Es klackert bereits an vielen Stellen, weil die Steine lose sind und es sind auch bereits Spurrinnen erkennbar“,sagt Langer.

Siedler aus Oer-Erkenschwick hoffen auf eine Abbindung

Viele Pkw-Fahrer würden den verkehrsberughigten Bereich der Eichendorffstraße in Oer-Erkenschwick zwischen Groß-Erkenschwicker- und Herrmann-Löns-Straße als Abkürzung zum AWO-Kindergarten oder in die dortige Siedlung nutzen. „Und umgekehrt fahren die Wagen zu den Öffnungszeiten der Containerstation mit voll beladenen Anhängern in Richtung Bauhof“, ergänzt Sven Dunker. Was würde helfen? Aus Sicht der Anwohner am besten eine Abbindung des Straßenstücks an der Herrman-Löns-Straße so wie an der Glück-Auf-Straße. Oder wenigstens eine Verbotsbeschilderung. Die Siedler hoffen nun auf Hilfe der Stadt. Und die musste sich in der Vergangenenheit schon an anderer Stelle mit der Eichendorffstraße auseinandersetzen.

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