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Wann der Brückenschlag über die Recklinghäuser Straße erfolgt, ist immer noch nicht geklärt

Bürger schütteln mit dem Kopf

Brückenbau in Oer wird zur Posse - Der Ortsteil fragt sich: Wann kommt endlich der Neubau?

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Im Dezember 2017 wurde die Holzbrücke über der Recklinghäuser Straße abgerissen. Der Neubau ist noch nicht einmal ausgeschrieben - aus "strategischen Gründen".

Viele Bürger aus dem Ortsteil und zahlreiche Radfahrer und Spaziergänger sprechen bereits jetzt von einer Behörden-Posse. Denn: Auch mehr als eineinhalb Jahre nach dem Abriss der Holzbrücke ist ein Termin für einen Neubau noch lange nicht in Sicht. Bei der 1995 errichteten Holzbrücke war im Herbst 2017 für die Öffentlichkeit überraschend urplötzlich ein so starker Pilzbefall festgestellt worden, dass das Bauwerk als nicht mehr standsicher galt. Es wurde sofort gesperrt.

Oer-Erkenschwick: Neubau noch nicht ausgeschrieben

Und auch heute ist die Konstruktion und der Aufbau einer neuen Brücke über der Recklinghäuser Straße in Oer immer noch nicht erfolgt. „Aus strategischen Gründen“ würde die Ausschreibung erst nach den Sommerferien erfolgen, hieß es dazu aus dem Recklinghäuser Kreishaus. Denn wegen der aktuellen Urlaubszeit hätten viele Fachfirmen derzeit Betriebsferien. Und so würden sich wohl nur wenige Bewerber für die Planung des „Brückenschlages“ melden. 

Brücke verbindet Wanderweg in Oer-Erkenschwick

Die Brücke verbindet seit 1995 den beliebten Radwanderweg entlang der ehemaligen Zechenbahntrasse über der Fahrbahn der Recklinghäuser Straße. Auch die Bewohner des Seniorenheims Marienstift in direkter Nachbarschaft trauern der Brücke hinterher. Die Rollator- und Rollstuhlfahrer sind seit dem Abriss auf ihrer Seite der Recklinghäuser Straße „gefangen“, weil sie den recht steilen Weg hinunter zur Straße nicht bewältigen können.

Oer-Erkenschwick: Queren der Straße ist gefährlich

Und das Überqueren der Recklinghäuser Straße ist trotz Mittelinsel und Tempo 30 durchaus gefährlich. Zusätzliche Fahrbahnmarkierungen sollten für mehr Sicherheit sorgen. Die schon aufgemalten Streifen mussten nach Intervention der Polizei wieder entfernt werden. Sie würden fälschlicherweise den Eindruckeines Fußgängerüberweges erwecken, auf dem Fußgänger "Vorfahrt" haben. 

Brücken-Ingenieure sind aktuell "Mangelware"

Wenn die Arbeiten nach den Ferien ausgeschrieben worden sind, muss sich erst einmal ein Fachbüro für Brückenbau für den Auftrag interessieren. Denn diese Ingenieure sind „Mangelware“ und wegen der guten Konjunktur oft ausgebucht. Dasselbe gilt für Fachfirmen, die die Brücke dann (auf-)bauen sollten. Das Ende des „Brücken-Dramas“ ist also noch lange nicht geklärt.

Nachdem die kurz zuvor aufgetragenen Fahrbahnmarkierungen plötzlich wieder entfernt worden waren, glaubten nicht wenige an einen Schildbürgerstreich.

Ein Teil der Oerer Holzbrücke ist im Dezember 2017 beim nächtlichen Abriss im Ortsteil verblieben

Der Neubau einer "echten" Brücke ist kompliziert und langwierig. Gymnasiastinnen aus Oer-Erkenschwick haben dagegen mit ihrem Modell einen bundesweise Ingenieurwettbewerb gewonnen.

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