Kurvige und hügelige sowie möglichst naturbelassene Strecken, davon träumen auch die Mountainbike-Fahrer aus Oer-Erkenschwick.
+
Kurvige und hügelige sowie möglichst naturbelassene Strecken, davon träumen auch die Mountainbike-Fahrer aus Oer-Erkenschwick.

Stadt stellt Förderantrag - Jetzt mit Update

Gute Nachricht für Mountainbiker aus Oer-Erkenschwick - 427.000 Euro für Dirtpark zugesagt

  • Michael Dittrich
    vonMichael Dittrich
    schließen
  • Jörg Müller
    Jörg Müller
    schließen

Seit 2017 wünscht sich die auch in Oer-Erkenschwick wachsende Mountainbike-Szene einen Dirtpark in der Stadt. Nach einigen vergeblichen Anläufen ist eine solche Sportanlage nun realisierbar.

  • Dirtpark könnte 432.000 Euro kosten
  • Fachbüro aus Münster hat Planungsentwurf erstellt
  • Komplettförderung vom Land für Mountainbike-Sportanlage am Haardrand

Update, 21. November, 7.59 Uhr: Anfang September hatte Bürgermeister Carsten Wewers bei einem Ortstermin an der TuS-Tennisanlage jungen und alten Mountainbikern die Pläne für den Bau eines Dirtparks am Haardrand vorgestellt. Am Freitagnachmittag gab es vom NRW-Ministerium für Kommunales und Bau die Zusage für eine Fördersumme von 427.000 Euro für dieses Projekt. „Jetzt brauchen wir nur noch zu bauen“, sagte Wewers. Denn mit der Zusage gibt es eine Komplettförderung für den Dirtpark. Diese Investitionssumme errechnet nämlich das Planungsbüro DSGN Concepts aus Münster, das die Stadt mit dem Entwurf beauftragt hat. 47 Mio. Euro stellt das Land für die Erneuerung und den Neubau von Sportstätten in NRW zur Verfügung. Für das Jahr 2020 hat das Land NRW angesichts der Corona-Krise beschlossen im Rahmen des „Nordrhein-Westfalen-Programms“ den auf die Kommunen entfallenden Eigenanteil von zehn Prozent zu übernehmen. Damit handelt es sich um eine 100-Prozent-Förderung.

Ortstermin in der Haard in Oer-Erkenschwick

Unsere Erstberichterstattung: 432.000 Euro soll der Dirtpark in Oer-Erkenschwick kosten, der auf dem etwa ein Fußballfeld großen Gelände zwischen der TuS-Tennisanlage und der Ahsener Straße entstehen könnte. Bei einem Dirtpark handelt es sich um einen mit Holzrampen und Erde modellierten Parcours, auf dem Mountainbike-Fahrer sich auf Hügelstrecken mit „Sprungschanzen“ austoben können. „Zu dieser Investitionssumme kommt jedenfalls das Planungsbüro DSGN Concepts aus Münster, das wir mit einem Entwurf beauftragt haben“, erklärte jetzt Bürgermeister Carsten Wewers rund 30 Mountainbikern bei einem Ortstermin am Haardrand.

Stadt Oer-Erkenschwick hofft auf 100 Prozent Zuschüsse

Noch etwas ungläubig lauschten die überwiegend jungen Mountainbiker der Vorstellung der Pläne für den Dirtpark. Die Stadt hat Fördermittel in Höhe von gut 432.000 Euro beantragt.

Diese Entwurfsplanung ist wichtig für den Förderantrag, den die Stadt Oer-Erkenschwick nun an das Land stellen will. Aus dem NRW-Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ erhofft sich die Gemeinde 75 Prozent der Gesamtkosten vom Bund und 25 Prozent vom Land. „Wir müssten als Stadt gar nichts dazu zahlen und hätten gleichzeitig eine Sportanlage für alle Mountainbikefahrer in der Gemeinde und der Region. Zudem wäre der Dirtpark eine wunderbare Ergänzung der regionalen Mountainbike-Strecke durch die Haard“, erläutert der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. Die Stadt Oer-Erkenschwick rechnet noch in diesem Jahr mit einer Entscheidung über den Förderantrag. „Wird das Geld bewilligt, dann beginnen wir gemeinsam mit den Mountainbikern in der Stadt mit der Feinplanung und noch im Laufe des kommenden Jahres mit dem Bau“, kündigt Bürgermeister Carsten Wewers an.

Sportler aus Oer-Erkenschwick brachten das Projekt ins Rollen

2007 hatten vier junge Mountainbiker aus Oer-Erkenschwick das Dirtpark-Projekt ins Rollen gebracht, nachdem ihnen der Förster beim Mountainbiking in der Haard ins Gehege kam. Nach einem Bericht in dieser Zeitung meldeten sich weitere Anhänger dieses Trendsports zu Wort. Nach vielen Gesprächsrunden sollte ein Dirtpark auf dem Rapener Sportgelände entstehen, doch der Platz reichte nicht aus. „Darüber sollten wir nicht mehr traurig sein“, meint Christian Huhn, Direktor des Willy-Brandt-Gymnasiums mit seiner Mountainbike-AG. „Die jetzt geplante Anlage wird viel schöner.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Deko-Trends für die Adventszeit: Gerade jetzt wollen es sich viele Oer-Erkenschwicker Zuhause schön machen
Deko-Trends für die Adventszeit: Gerade jetzt wollen es sich viele Oer-Erkenschwicker Zuhause schön machen
Deko-Trends für die Adventszeit: Gerade jetzt wollen es sich viele Oer-Erkenschwicker Zuhause schön machen
Corona bringt Paket-Boom mit sich - so hoch ist die Anzahl im Verteilzentrum in Oer-Erkenschwick
Corona bringt Paket-Boom mit sich - so hoch ist die Anzahl im Verteilzentrum in Oer-Erkenschwick
Corona bringt Paket-Boom mit sich - so hoch ist die Anzahl im Verteilzentrum in Oer-Erkenschwick
Bürgerschützengilde Oer sagt das Schützenfest zu Pfingsten 2021 ab - das passiert mit dem Thron
Bürgerschützengilde Oer sagt das Schützenfest zu Pfingsten 2021 ab - das passiert mit dem Thron
Bürgerschützengilde Oer sagt das Schützenfest zu Pfingsten 2021 ab - das passiert mit dem Thron
Coronavirus in Oer-Erkenschwick: Zahl der Infizierten steigt auf 87
Coronavirus in Oer-Erkenschwick: Zahl der Infizierten steigt auf 87
Coronavirus in Oer-Erkenschwick: Zahl der Infizierten steigt auf 87
Rund 200 Westfleisch-Mitarbeiter protestieren - das sind ihre Forderungen
Rund 200 Westfleisch-Mitarbeiter protestieren - das sind ihre Forderungen
Rund 200 Westfleisch-Mitarbeiter protestieren - das sind ihre Forderungen

Kommentare