Der Nikolaus reitet auf einem Schimmel über die Stimbergstraße.
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2019 ritt der Nikolaus noch über die Stimbergstraße in Oer-Erkenschwick. In diesem Jahr ist das wegen Corona mehr als fraglich.

In Zeiten der Pandemie

Corona und der Nikolaus - so will die Stadt Oer-Erkenschwick über die Großveranstaltung entscheiden

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Rund 5.000 Kinder und ihre (Groß-)Eltern folgen an jedem 5. Dezember dem Nikolaus durch Oer-Erkenschwick. Wird das auch in diesem Jahr so sein?

„Derzeit deutet alles darauf hin, dass der Nikolausumzug in diesem Jahr in Oer-Erkenschwick nicht stattfinden wird“, sagt Stadtsprecher Peter Raudszus auf Nachfrage unserer Zeitung. Grund für die zu erwartende Absage: Die Corona-Pandemie und die mit ihr verbundenen Schutzbestimmungen. „Die lassen eine Durchführung in der seit Jahrzehnten üblichen Praxis einfach nicht zu“, erläutert Raudszus.

5.000 Besucher folgen dem Nikolaus durch Oer-Erkenschwick

Rund 5.000 Kinder und ihre (Groß-)Eltern hatten sich auch bei widrigstem Wetter in den zurückliegenden Jahrzehnten an der Veranstaltung in Oer-Erkenschwick beteiligt. Zunächst folgten sie dem Nikolaus bei seinem Umzug durch die Stadt und schließlich fanden sich alle Teilnehmer auf dem Rathausplatz. Dort sprach der Nikolaus zu der Besuchermenge und sang stets Weihnachtslieder mit den Kindern, bevor es zur Ausgabe der Nikolaustüten ging.

Tütenausgabe in Oer-Erkenschwick nicht realisierbar

„Ein schlüssiges Coronasicherheitskonzept ist vor dem Hintergrund der stets großen Teilnehmerzahl nicht vorstellbar“, führt Raudszus weiter aus. „Und das gilt insbesondere für die Tütenausgabe, bei der der persönliche Kontakt der Kinder zum Nikolaus inklusive Fotomöglichkeit stets sehr wichtig war. So etwas ist heute schlicht und einfach undenkbar“, erläutert der Stadtsprecher weiter. Raudszus weist zudem darauf hin, dass eine Absage des Nikolausumzuges schon vor dem Hintergrund der aktuellen Coronasituation nahezu zwangsweise erfolgen muss. „Nicht umsonst finden beispielsweise die meisten Fußballspiele in der Region ohne Zuschauer statt. Darüber hinaus wird allgemein mit einer Verschärfung der Infektionslage zu Beginn der Erkältungssaison im Herbst und Winter gerechnet. Dann sind solche Großveranstaltungen überhaupt nicht mehr denkbar“, sagt Raudszus.

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