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Im Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick wird die Welt unter Tage wieder lebendig.

Mitten im Kreis Recklinghausen

Oer-Erkenschwick: Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sport in der Stadt am Stimberg

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Lange Zechentradition, herrliche Natur, vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Oer-Erkenschwick im Zentrum des Kreises Recklinghausen hat Besuchern viel zu bieten. Alle Informationen zur Stadt. 

  • Mit 31.022 Einwohnern ist Oer-Erkenschwick die zweitkleinste Stadt im Kreis Recklinghausen, flächenmäßig liegt der Ort auf Platz acht (38,66 km²)
  • Der Stimberg ist mit 156,9 Metern die höchste Erhebung im Naturpark Hohe Mark
  • Einige Prominente haben ihre Wurzeln in der Stimbergstadt.

Für Außenstehende beginnt der erste Kontakt mit Oer-Erkenschwick häufig mit einem Missverständnis. Denn die Aussprache des ersten Teils des Stadtnamens gestaltet sich schwierig. Das "oe" ist nämlich nicht gleichbedeutend mit dem Vokal "ö", sondern das "e" darin ein sogenanntes Dehnungs-e. Das hat zur Folge, dass Oer wie "Oor" und nicht etwa "Ör"  - wie oft fälschlicherweise angenommen - ausgesprochen wird. 

Hat man diese kleine Hürde aber erst einmal überwunden, erwartet den Gast in Oer-Erkenschwick eine typische Ruhrgebiets-Atmosphäre mit viel (Zechen-)Tradition, aber auch zahlreichen Naherholungszielen, die man in einer ehemaligen Bergbau-Hochburg nicht unbedingt erwarten würde.

Große Teile von Oer-Erkenschwick gehören dem Naturpark Hohe Mark an, der von Bocholt im Westen über Oberhausen im Süden und Lüdinghausen im Osten bis nach Gescher im Norden reicht. Mit insgesamt 1978 Quadratkilometern Fläche ist die Hohe Mark damit einer der größten Naturparks in ganz Nordrhein-Westfalen. Rund 55 km² davon liegen im Kreis Recklinghausen - die hügelige Landschaft mit ihren Sandsteinböden wird als Haard bezeichnet. 

Oer-Erkenschwick: Stimberg ist die höchste Erhebung in der Hohen Mark

Oer-Erkenschwick bildet die südliche Grenze des Gebietes und besitzt gleichzeitig die höchste Erhebung - nicht nur der Haard, sondern des gesamten Naturparks Hohe Mark und des Kreises Recklinghausen. Der Stimberg ist gleichzeitig dafür verantwortlich, dass Oer-Erkenschwick landläufig gerne als Stimbergstadt - analog zu den Nachbargemeinden Recklinghausen (Ruhrfestspielstadt), Datteln (Kanalstadt) und Waltrop (Hebewerkstadt) - bezeichnet wird. Der Stimberg ist 156,9 Meter hoch und ein beliebtes Ausflugziel

Natürlich kann man auch barfuß durch die Weiten der Haard wandern.

Für Touristen von nah und fern hat Oer-Erkenschwick aber noch weitere Attraktionen zu bieten. Mit 129 Metern fast so hoch wie der Stimberg ist die Halde Ewald Fortsetzung. Die ehemalige Bergehalde der Oer-Erkenschwicker Zeche dient nun als 47 Hektar großes Naherholungsgebiet. Über die Stadtgrenzen bekannt und beliebt ist außerdem die Schwimm- und Sauna-Oase Maritimo am Stimbergpark.

So verhältnismäßig klein - nach der Bevölkerungszahl - Oer-Erkenschwick auch ist, so lang ist die Liste an Prominenten, die mit der Stadt auf die oder andere Weise verbunden sind. Dort geboren wurden unter anderem so bekannte Namen wie Julius Ludorf. Der Fußballspieler, den alle nur unter seinem Spitznamen "Jule" kannten, feierte in 1940er Jahren mit der Spvgg. Erkenschwick in der damaligen Oberliga West große Erfolge.

Einer seiner Nachfolger beim Verein war Horst Szymaniak, der als 43-facher Nationalspieler unter Sepp Herberger sogar an den Fußball-Weltmeisterschaften 1958 und 1962 teilnahm. 

Oer-Erkenschwick: Hier verbrachte sogar Hollywood-Star DiCaprio seine Ferien

Ebenfalls aus Oer-Erkenschwick stammen aber auch einige Schauspieler, wie der als "Fahnder" in der gleichnamigen ARD-Serie bekannt gewordene Klaus Wennemann, der 2000 verstarb. In der Stadt wuchs auch Birte Glang auf, die neben ihrem Job als Model auch in zahlreichen Fernsehproduktionen wie "Alarm für Cobra 11" oder "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zu sehen war und ist.

Bekanntester "Promi" mit Verbindungen zu Oer-Erkenschwick ist aber zweifelsohne Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, dessen Großmutter Helene Indenbirken bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 in der Stimbergstadt lebte. Immer wieder besuchte ihr berühmter Enkel sie, verbrachte sogar mehrfach die Sommerferien dort. 

Der Oer-Erkenschwicker David Matusiewicz hatte 2019 - zum 45. Geburtstag von Leonardo DiCaprio - einen Filmbeitrag erstellt. 1999 traf er den Hollywood-Schauspieler sogar persönlich in der Wohnung von DiCaprios Großmutter an der Kampstraße.

Oer-Erkenschwick: Einwohner und Lage der Stimbergstadt

Oer-Erkenschwick ist von der Einwohnerzahl her im Kreis Recklinghausen die zweitkleinste Stadt. Stand 31. Dezember 2018 wohnten hier 31.022 Bürger. Auch in Sachen Stadtfläche ist die Stimbergstadt mit 38,66 km² lediglich die drittkleinste Kommune im Kreis RE. 

Dafür ist man hier buchstäblich mittendrin. Denn als einzige der zehn Städte hat Oer-Erkenschwick keinen Anteil an der Kreisgrenze, liegt also nicht direkt neben anderen Landkreisen oder kreisfreien Städten.

Nachbarstädte sind Marl im Westen, Recklinghausen im Süden, Haltern am See im Norden und Datteln im Osten. Mit der Kanalstadt und Waltrop besteht tradtionell eine enge Verbundenheit und geografische Nähe, weshalb man die drei Kommunen oftmals als Ostvest zusammenfasst.

Oer-Erkenschwick hat lediglich vier offizielle Stadtteile:

  • Oer
  • Honermann-Siedlung
  • Klein- und Groß-Erkenschwick
  • Rapen

Interessant ist dabei, dass die beiden zentralen Erkenschwicker Bereiche zusammen weniger Fläche einnehmen als die äußeren Stadtteile Oer und Rapen, aber bereits einzeln mehr Einwohner als diese haben. In der Honermann-Siedlung wird nicht nur gewohnt, sondern auch die meiste Landwirtschaft in der Stadt betrieben. Mehrere Höfe finden sich aber auch im Westen und Süden von Oer.

Geschichte von Oer-Erkenschwick: Ursprünge der Stimbergstadt

Die ältesten Teile der Stadt sind Rapen und Oer. Bereits um das Jahr 1140 wird der Begriff Rapen schriftlich erwähnt. Oer wird dagegen in einer Urkunde aus 1144 bezeugt. Es war der einzige sogenannte Kirchspielort und bis zum Beginn des Steinkohlebergbaus in der Stadt der bei weitem größte Ortsteil. 

Lange Zeit gehörte die Gemeinde Oer zum Amt Recklinghausen (1844 bis 1926),  Erkenschwick dagegen als Bauerschaft zur Landgemeinde Recklinghausen. Am 1. April 1926 wurde die Gemeinde Oer-Erkenschwick aus Teilen von Datteln, Oer und Recklinghausen neu gebildet. Die offiziellen Stadtrechte gab es allerdings erst am 2. März 1953 - Oer-Erkenschwick ist damit eine der jüngsten Städte im Ruhrgebiet

Oer-Erkenschwick: Politische und wirtschaftliche Entwicklung

Schon zu Beginn der 20. Jahrhunderts gab es viel Bevölkerungswachstum durch das Aufkommen des Steinkohlebergbaus. Der Schacht 1 der Zeche in Oer-Erkenschwick wurde 1902 in Betrieb genommen. In den nächsten Jahrzehnten entstanden vier weitere Schächte und eine Kokerei auf Ewald Fortsetzung. Bis zu 4500 Beschäftigte arbeiteten dort. 1974 wurde die Fördermenge der Zeche bis auf 1,47 Millionen Tonnen jährlich gesteigert. 

Doch dann ging es mit der Entwicklung rapide bergab. 1984 wurde Ewald Fortsetzung mit der Recklinghäuser Zeche General Blumenthal zum Bergwerk Blumenthal/Haard zusammengelegt. 1997 wurde Schacht 2 verfüllt, zwei Jahre später machten die restlichen vier Schächte dicht. Danach wurden die Zechengebäude abgerissen. Immerhin: Die Verwaltungsgebäude, Schachthalle, Förderturm und das Maschinenhaus von Schacht 3 stehen auch heute noch. 

Im Schatten der Zechenanlagen haben sich mitterweile die Bürger angesiedelt. Im sogenannten Calluna-Quartier hat die Stadt ein Neubaugebiet mit Eigenheimen und Gewerbebetrieben entwickelt.

Im Schatten des Fördergerüstes von Schacht 3 entstand im Calluna-Quartier in Oer-Erkenschwick ein neues Wohngebiet.

Die große Arbeiterschaft, die jahrzehntelang vor allem auf der Zeche ihren Lohn verdiente, prägte auch die politische Landschaft in Oer-Erkenschwick nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Partei der "kleinen Leute" war die SPD in der Stadt für viele Jahre die dominierende Kraft. Von 1946 bis 2004 stellten die Sozialdemokraten alle Bürgermeister. Oer-Erkenschwick galt sogar bundesweit als absolute SPD-Hochburg - Kommunalwahl-Ergebnisse von fast 70 Prozent für die Partei waren keine Seltenheit.

Doch das Ende des Bergbaus und später der Kurswechsel von Kanzler Schröder und seiner Bundes-SPD (Stichwort: Agenda 2010) änderten die politische Lage in der Stadt radikal. Hinzu kam ein Streit auf Lokalebene, der die heimische SPD bei der Kommunalwahl 2004 viele Stimmen kostete. Der damalige SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche trat als Parteiloser gegen den offiziellen SPD-Bewerber Alfred Schlechter an. Lachender Dritter war Hans-Joachim Menge, der aus der Stichwahl gegen Schlechter als Sieger hervorging. Damit stellte die CDU erstmals einen Bürgermeister in Oer-Erkenschwick.

Sein Nachfolger ist ebenfalls ein Christdemokrat: Carsten Wewers bekleidet das Amt seit 2015. 

Oer-Erkenschwick: Sehenswürdigkeiten in der Stadt

Das Maritimo erfreut sich nicht nur bei Wasserratten großer Beliebtheit. Das 2004 eröffnete Resort diente einerseits als höherwertiger Ersatz für das Freibad am Stimbergpark, das seit 1969 existierte. Andererseits bietet es neben einer großen Badelandschaft auch zahlreiche Wellness-Einrichtungen. Aber selbst an der neuen Freizeitstätte nagte mit den Jahren der Zahn der Zeit. Deswegen wird nun auch das Maritimo saniert und umgebaut.

Blick von oben auf das Gelände des Freizeitbades Maritimo in Oer-Erkenschwick.

Etwas weiter nördlich bietet die Haard-Landschaft allen Ausflüglern beste Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren oder Reiten. Das Wegenetz wurde immer wieder ausgebaut. Mittlerweile gibt es 34 solcher Strecken auf einer Länge von insgesamt 154 Kilometern. Die Länge des Reitwegenetzes beträgt rund 100 Kilometer. 

Sehnsuchtsziel vieler Touristen ist natürlich die höchste Erhebung im gesamten Naturpark Hohe Park: der Stimberg. Er "thront" auf fast 157 Metern Höhe über der Haard. Auf seiner Kuppe locken neben einem fantastischen Ausblick über das riesige Wald- und das nördliche Ruhrgebiet auch die Überbleibsel einer alten Radarstation, in der im Kalten Krieg der Luftraum überwacht wurde. 

200 Meter östlich des Stimbergs liegt der Teufelstein. Sein Name kommt nicht von ungefähr: Bei bestimmtem Lichteinfall sollen auf ihm Teufelsfratzen erkennbar sein. Auch der 150 Kilometer lange Hohe Mark Steig - ein Wanderweg über sieben Etappen zwischen Wesel und Olfen - führt an der Sehenswürdigkeit vorbei.

Die Haard ist aber nicht nur für Wanderer und Reiter ein absoluter Anziehungspunkt. Auch Mountainbiker kommen in Scharen. Für sie wurde ein eigenes Streckennetz eingerichtet. Die markierten Strecken sind von den Wander-Parkplätzen in Oer-Erkenschwick, Haltern, Marl und Datteln aus erreichbar. Kurzum: Das Waldgebiet ist mittlerweile ein echtes Mountainbike-Paradies.

Die Haard ist auch bei Mountainbikern sehr beliebt. Seit Ende März 2020 gibt es dort ein eigenes Streckennetz für Hobby-Fahrer.

Hoch hinaus kann man - neben der Hügellandschaft der Haard - in Oer-Erkenschwick auch anderer Stelle. Die Halde Ewald Fortsetzung erhebt sich bis auf 129 Metern über der Stadt. Die Bergehalde der früheren Zeche Ewald Fortsetzung wurde vom Regionalverband Ruhr (RVR) im Jahr 2007 aufwendig zum Naherholungsgebiet ausgebaut. 47 Hektar Fläche warten darauf, erkundet zu werden. Unter anderem gibt es ein Plateau mit Sitzquadern aus Natursteinen sowie Sichtschneisen, die für schöne Ausblicke auf der Halde sorgen. Der Anschluss an das Radwegenetz der Region soll später über die im Bau befindliche König-Ludwig-Trasse erfolgen.

Wer mehr über die Geschichte und die Entwicklung des Bergbaus in Oer-Erkenschwick erfahren möchte, sollte unbedingt dem Bergbaumuseum einen Besuch abstatten. Der Bergbau- und Geschichtsverein gibt auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsabteilung des früheren Bergwerks Haard am "Ziegeleitor" interessante Einblicke in die Welt unter Tage.

Zahlreiche Freizeitsportler versammeln sich jedes Jahr auf dem ehemaligen Zechengelände zum AOK-Firmenlauf. Dabei geht es auch hinauf auf den Lohhäuser Berg, der für Gelegenheitsläufer schon recht anspruchsvoll ist. Der AOK-Firmenlauf erfreut sich stetig wachsender Starterzahlen: Bei der Premiere waren 542 Teilnehmer unterwegs, bei der neunten Auflage 2019 dagegen bereits 1550.

AOK Firmenlauf 2019 | cityInfo.TV

AOK Firmenlauf 2019 | cityInfo.TV

Kultureller Mittelpunkt der Stadt ist die Stadthalle im Zentrum. Hier treten regelmäßig namhafte Künstler auf. Über die Jahre hat sich Oer-Erkenschwick so zu einem Mekka vor allem für die deutsche Volksmusik-und Schlagerszene entwickelt: Stefan Mross, die Amigos, Bernhard Brink oder Patrick Lindner - um nur einige Stars zu nennen - gaben sich in der Stadthalle schon die Klinke in die Hand. 

Eine der größten Veranstaltungen in der Stadt ist das Gourmet-Festival "OE schlemmt", das traditionell immer Anfang Mai über die Bühne geht. Kulinarische Köstlichkeiten locken zahlreiche Besucher auch aus den umliegenden Städten auf den Hünenplatz nach Oer-Erkenschwick. Im Mai 2020 wird es aufgrund der Corona-Krise allerdings keine Neuauflage geben. 

Kulinarische Köstlichkeiten bietet seit einigen Jahren das Gourmet-Festival "OE schlemmt" auf dem Hünenplatz.

Über die Stadtgrenzen hinaus einen legendären Ruf bei Rock-Musikern und den - in der Hochzeit in den 1990ern Jahren - bis zu 3000 Zuschauern hatte auch das Bullshit-Festival an den Grillhütten neben dem Freibad. 1999 kam das Aus für das Musik-Event. Aber im Jahr 2019 gab es eine Neuauflage auf dem Sportplatz des FC Erkenschwick am Steinrapener Weg. Die Zukunft des Bullshit-Festivals steht allerdings in Zeiten des Coronavirus ebenfalls in den Sternen.

Oer-Erkenschwick: Sportvereine und Sportstätten in der Stadt

Denkt man an Sport in Oer-Erkenschwick, denkt man natürlich zuerst an den traditionsreichsten und bekanntesten Verein der Stadt: die Spielvereinigung Erkenschwick. Bereits 1916 gegründet, spielte die Fußballmannschaft ab den späten 1930er Jahren in Westdeutschland ganz oben mit. Mit der Hilfe des damaligen S04-Spielers Ernst Kuzorra als Trainer wurde 1943 sogar der Sprung in die damals höchste deutsche Spielklasse, die Gauliga, geschafft. 

Legendär sind danach die Duelle mit anderen Bergarbeiter-Vereinen wie Westfalia Herne, Borussia Dortmund oder Schalke 04. Gegen die Königsblauen bestritt die Spvgg. auch ihr erstes Spiel nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Freundschaftsspiel endete am 5. August 1945 mit einem 1:1-Remis. Wenig später wurde der BVB mit 8:1 vom Platz gefegt. 

In der Nachkriegszeit wurde die Erkenschwicker Mannschaft in der neu gegründeten Oberliga West sogar als "Himmelsstürmer" bezeichnet - ein Ausdruck, den ein Polizist während der Heimfahrt vom Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen geprägt haben soll. Nach dem 5:0-Erfolg sprach er angeblich die Spieler an: "Ihr seid die Erkenschwicker? Ich habe euch in Aachen spielen sehen – Jungens, euch gehört der Himmel!" 

Bekanntester Spieler bei der Spvgg. in dieser Zeit war "Jule" Ludorf, der sogar kurz vor dem Sprung in die Nationalmannschaft stand. Der legendäre Erkenschwick-Akteur starb 1995 erst im Alter von 95 Jahren.

Einer seiner prominenten Nachfolger war Horst Szymaniak, mit dem sich die Spvgg. weiterhin in der Oberliga West behaupten konnte. Später wechselte "Schimmi", wie ihn Mitspieler und Fans nannten, zum Wuppertaler SV sowie danach zum Karlsruher SV und wurde langjähriger Nationalspieler. 

Horst Szymaniak begann seine große Fußballer-Karriere bei der Spvgg. Erkenschwick, Später spielte der 43-fache Nationalspieler sogar in Italien beim damaligen Erstligisten Calcio Catania.

Größter Erfolg für die Spvgg. Erkenschwick war aber 1974 der Aufstieg in die neue Zweite Bundesliga Nord, in dessen Zuge die Heimstätte des Vereins, das Stimbergstadion, bis auf rund 19.000 Plätze ausgebaut wurde. Zwei Jahre hielt sich der Verein in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, 1976 folgte aber der Abstieg. 

Nach unruhigen Zeiten mit weiteren Abstiegen und sogar einem Insolvenzverfahren ist der Klub seit längerer Zeit in der Westfalenliga 2 zu Hause. Im Jahr 2016 feierte man am Stimberg bereits das 100-jährige Bestehen.

In Oer-Erkenschwick gibt es in den unteren Ligen noch weitere Fußballvereine: Rot-Weiß Erkenschwick, Titania Erkenschwick und Grün-Weiß Erkenschwick (jeweils Kreisliga Recklinghausen A2) sowie FC 26 Erkenschwick (Kreisliga B3). 

Der größte Sportverein der Stadt ist der TuS 09 Erkenschwick mit rund 1350 Mitgliedern. Hier gibt es Abteilungen für Basketball, Leichtathletik, Triathlon, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Turnen, Tanzen und Fitness. Daneben gibt es noch weitere Sportvereine in der Stadt: FC 26 Erkenschwick (Handball), SV Neptun Erkenschwick (Schwimmen), KSV 1920 Erkenschwick (Ringen, Judo, Badminton), Schachverein 1923 Oer-Erkenschwick, Schützengilde 1804 und Rote Teufel Erkenschwick (Darts).

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