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In der Pfarrkirche St. Marien steht der umfangreiche Umbau bevor.

10.000 Euro muss Gemeinde aufbringen

St. Marien feiert – und sammelt für den Umbau

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OER-ERKENSCHWICK - Die Katholiken in der Bauerschaft stellen sich schon so langsam darauf ein, dass beim Kirchgang in absehbarer Zeit nichts mehr so sein wird wie es aktuell noch ist. Der große Umbau der Pfarrkirche St. Marien steht an. Zwar ist der genaue Baustart noch offen. Aber hinter den Kulissen wird kräftig gearbeitet – auch um die Finanzierung zu stemmen.

Mehr als 1,5 Mio. Euro kostet der Umbau der Marienkirche – und wer vor wenigen Jahren noch geglaubt hätte, dem Bistum Münster sei die Renovierung dieser vergleichsweise kleinen Kirche eine solche Summe wert, der wäre als kühnster Optimist bezeichnet worden. Doch nicht zuletzt der Beharrlichkeit von Pastor Reinhard Vehrung und den Gemeindegremien war es zu verdanken, dass Münster schließlich doch „grünes Licht“ gab.

Mit 10.000 Euro Eigenanteil ist die Gemeinde selbst im Boot. Das klingt nach „Peanuts“, doch selbst diese Summe muss erst noch erwirtschaftet werden. Die Rapener Katholiken sind dabei schon auf einem guten Weg, mehr als 3.200 Euro wurden schon eingenommen. Große Hoffnung wird in das Kirchumbaufest gesetzt – am Feiertag Fronleichnam (20. Juni) sollen die Kassen klingeln, dass danach ein großer Batzen des Eigenanteils verbucht werden kann.

Kirchumbau wird auch aus Spenden finanziert

Traditionell findet in Rapen Fronleichnam das Pfarrfest statt, das bewusst diesmal in ein Kirchumbaufest umbenannt wird. Schon am Vorabend (Mittwoch, 19. Juni) findet um 18 Uhr eine Heilige Messe statt, diesmal am Feuerwehrgelände neben dem DHL-Frachtpostzentrum. Die Prozession führt danach über den Schüttacker Richtung Kirche, auf dem benachbarten Kindergartengelände klingt der Tag dann bei Blasmusik, Bratwurst und Getränken aus.

Am Fronleichnamstag wird dann von 12 bis 17 Uhr rund um die Kirche gefeiert. Schulen sowie Vereine des Ortsteils beteiligen sich und hoffen, dass die Kassen klingeln. Veränderungen gibt es mittelfristig vor allem im Bereich des Pfarrheims, das zurzeit noch neben der Kirche steht. Es soll nach Ende der Umbauarbeiten in das Kirchengebäude integriert werden. Das jetzige Pfarrheim steht zum Verkauf, mit dem Thema beschäftigt sich der Kirchenvorstand.

Im Gotteshaus selbst wird dann ebenfalls vieles anders aussehen. Neben Stühlen statt Bänken bekommt auch der Kirchenchor einen neuen Platz. Bislang wurde oben neben der Orgel gesungen. Die Sängerinnen und Sänger sollen zukünftig aber auf Augenhöhe mit den Gläubigen ihre Lieder anstimmen. Apropos Orgel: Das in die Jahre gekommene Exemplar in St. Marien wird verkauft. Stattdessen soll eine elektronische Orgel angeschafft werden.

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