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Kleingärtner Wilfried Löchel hat ale Hände voll zu tun. Die Obstbäume auf seiner Parzelle treiben schon Knospen und stehen kurz vor der Blüte.

Ahsener Straße

Kleingärtner sind beim Frühjahrsputz auf Zack

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OER-ERKENSCHWICK - Die Anlage an der Ahsener Straße erwacht pünktlich zum kalendarischen Jahreszeitenwechsel aus dem Winterschlaf.

Seit Montag herrscht wieder Betrieb auf den Parzellen des Vereins „Arbeit und Freude“. Die zerfetzte Schalke-Fahne von Siegfried Ehlert dokumentiert, dass die stürmischen Tage auch an der Kleingartenanlage nicht ganz spurlos vorübergegangen sind. „Sturmschäden gibt es ansonsten keine und vergangenes Jahr hatten wir um diese Zeit noch strengen Frost“, sagt Wilfried Löchel.

Der ehemalige Vorsitzende bringt gerade seine Blumenbeete mit dem Dreizack auf Zack. „Die Pflanzen können jetzt dringend frische Blumenerde gebrauchen“, sagte Löchel. Osterglocken und Männertreu stehen in voller Blüte, die Narzissen sind schon in Lauerstellung. Und an den Obstbäumen treiben mit aller Macht die Knospen aus. „Die Pflaume wird schon in ein paar Tagen blühen, als nächster Obstbaum steht die Kirsche in der Blüte."

Doch vorher steht Frühjahrsputz auf dem Stundenplan. Auf der Parzelle gibt es jede Menge zu tun: Die Gemüsebeete müssen umgegraben und mit Kompost gedüngt werden. Dann will Löchel Kartoffeln, Bohnen, Kohlrabi und Möhren in die Erde bringen: „Einen strengen Winter wie früher gab es wieder nicht. Man merkt den Klimawandel, auf alte Bauernregeln kann man sich nicht mehr verlassen“, sagt Löchel.

Trotz aller Frühlingsgefühle ist beim Pflanzen noch Vorsicht geboten. Gartenexperte Löchel meint: „Für Freiland-Tomaten oder -schlangengurken ist es noch zu früh.“ Vor den Eisheiligen besteht die Gefahr, dass dieses Gemüse Frost abbekommt. - Das gilt auch für Sommerblumen wie Tagetes und Geranie. Bis Mitte Mai sind diese Blumen auch auf dem Balkon nicht sicher. Wer nicht so lange auf die Sommerblüten verzichten will, kann die Pflanzen bei Frostgefahr auch einfach ins Haus holen oder Beete mit einem wasserdurchlässigen Vlies schützen.

Trotz fortschreitender Erderwärmung warnt der Kleingärtner aber davor, jetzt schon Sommerblumen zu pflanzen: „Sobald die ein bisschen Frost abkriegen, gehen sie kaputt. Da orientiere ich mich lieber noch an den Eisheiligen und warte bis Mai.“ Sobald es trocken wird, sollten sich Gartenbesitzer aber mit ihrem Rasen auseinandersetzen. Und zwar in dieser Reihenfolge: Mähen, vertikutieren und anschließend bei Bedarf den Rasen nachsäen. Schenkt man der sonnigen Wettervorhersage Glauben, dann ist am kommenden Samstag am Stimberg großer Gartentag angesagt.

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