+
Winterdienst in der Biostation: (v.l.) Jürgen Kleer, Vorsitzender Reinhard Wentzlik, Rainer Kohnen und Imker Manfred Onnebrink befüllen hier auf der Streuobstwiese eine der vier Streufutterstellen für heimische Vögel.

Alte Zechenbahn

Biostation hält keinen Winterschlaf

  • schließen

OER-ERKENSCHWICK - Das Fallobst auf den Streuobstwiesen an der Biologischen Station ist im Winter ein gefundenes Fressen für heimische Singvögel. „Unter den braunen Blättern finden sie auch noch eiweißhaltige Nahrung in Form von Maden und Würmern“, sagt Manfred Onnebrink.

Die Naturfreunde haben auf dem Gelände der Biostation zudem vier große Streufutterstellen und zehn Meisenstationen mit Futterknödeln eingerichtet. Spätestens jetzt bei anhaltendem Frost und Schneefall ist es für die Vögel nicht mehr ganz so einfach, ausreichend Futter zu finden.

„Es ist ein gutes Zeichen, ein Dutzend Amseln auf einem Fleck zu finden“, sagt Vorsitzender Reinhard Wentzlik. Bei der jüngsten Vogelzählung verzeichnet der Naturschutzbund einen starken Rückgang bei dieser Vogelart. Die vermeintliche Stille um die Bienenstöcke der Biostation hingegen täuscht. „Bienen halten keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe“, sagt Imker Manfred Onnebrink. Die fleißigen Honiglieferanten hängen gerade in einer Traube um ihre Königin, um sich gegenseitig zu wärmen. Im Bienenstock wird schon wieder fleißig gebrütet.

Die Männer von der Biostation hoffen, dass es im Frühjahr auch im Hornissenkasten laut summt. Im Herbst haben sie das Hornissenhaus auf der Streuobstwiese aufgestellt. Möglicherweise schon dieses Jahr wird es Schülern im grünen Klassenzimmer als Anschauungsobjekt für den Biologieunterricht dienen. Das Hornissenhaus lässt sich vorne und hinten wie ein Schaukasten aufklappen.

Wer spenden oder beim Projekt mitmachen will: Das Biostation-Team trifft sich mittwochs von 10-14 Uhr, An der Zechenbahn 21-23, Tel. 0 23 68-5 31 13

Ein weiteres Projekt der Biostation sind fünf Kräuterhochbeete und eine Kräuterschnecke. „Die Kräuter filtern die Luft und dienen auch noch als Nahrung für Insekten“, sagt Jürgen Kleer. Mit dem Kräuter-Projekt nimmt die Biostation an der Klima-Challenge RUHR 2019 teil. Startschuss ist am 9. März. Ein kleines Problem gibt es noch: Die Hochbeete kosten etwa 5000 bis 6000 Euro. Rainer Kohnen meint: „Das Geld haben wir noch nicht zusammen. Wir sind noch auf der Suche nach Spendern.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Live-Ticker: Hier ist was los auf den Fußballplätzen im Vest Recklinghausen
Live-Ticker: Hier ist was los auf den Fußballplätzen im Vest Recklinghausen
Feuerwehr rückt aus zur Bismarckstraße - Kellerbrand im Mehrfamilienhaus
Feuerwehr rückt aus zur Bismarckstraße - Kellerbrand im Mehrfamilienhaus
Hertens Bürgermeister Toplak kommentiert die Gegenkandidatur seines langjährigen Bekannten
Hertens Bürgermeister Toplak kommentiert die Gegenkandidatur seines langjährigen Bekannten
Am Montag startet die Baustelle in Marl-Brassert: Worauf sich Autofahrer einstellen müssen
Am Montag startet die Baustelle in Marl-Brassert: Worauf sich Autofahrer einstellen müssen
Notlandung auf dem Flugplatz Borkenberge - Pilot schwer verletzt
Notlandung auf dem Flugplatz Borkenberge - Pilot schwer verletzt

Kommentare