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Unsere Stadt soll sauber werden. Vor zwei Jahren gab es den letzten offiziellen Besentag in Oer-Erkenschwick. Andre Oberlin startet nun eine Privatinitiative und hofft am 30. März auf viele Mitstreiter.

Andre Oberlin ruft Bürger auf

Eigeninitiative für den Besentag

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OER-ERKENSCHWICK - Es gibt quasi keinen Tag im Leben von Andre Oberlin, an dem er sich nicht darüber ärgert, dass vor allem das Gelände rund um das Stimbergstadion eine Müllkippe ist. Der Mann packt nun an.

Warum muss ein Besentag immer nur unter offizieller städtischer Flagge laufen? Und warum kann man nicht einfach hingehen und mit privatem Engagement für mehr Sauberkeit in der Stadt sorgen? „Das ist doch nicht so schwer“, sagt der 49-jährige Garten-und Landschaftsbauer und veranstaltet nun am Samstag, 30. März, einen Besentag, an dem sich möglichst viele Oer-Erkenschwicker Bürger beteiligen sollen. „Ganz gleich ob Kinder oder Erwachsene, jeder ist willkommen“, sagt Oberlin.

Um 9 Uhr geht es mit einem kurzen Koordinierungsgespräch an der „Ballerbude“ an der Klein-Erkenschwicker-Straße los – dann heißt es: Handschuhe und Müllsäcke raus und Kampf dem Unrat! Der Schwerpunkt der Aufräumarbeiten soll bis zur Mittagszeit auf dem Gelände rund um das Stimbergstadion liegen. Oberlin kennt das Gebiet quasi wie seine Westentasche, es ist für den Vorsitzenden des Fanclubs „Ruhrpottmonster“ so etwas wie seine zweite Heimat. Wenn er jeden Morgen mit seinem elfjährigen Hund Emil seine Runden dreht, dann ärgert er sich oft maßlos über den Unrat, der auf Wegen und unter Sträuchern hinterlassen wird.

15 Jahre lang – bis 2017 – rief die Stadt in jedem März offiziell zu einem Besentag inklusive Putzparty auf dem BaubetriebhofGelände auf. Doch das Interesse der Bevölkerung ebbte merklich ab, sodass der Besentag nicht mehr weitergeführt wurde. 2018 dann startete Oberlin mit ein paar Kumpels dann einen Probelauf, 13 Säcke Müll kamen zusammen. Jetzt will er das „Projekt saubere City“ auf größere Beine stellen. Unterstützung seitens der Stadt gibt es allerdings, in einem Großcontainer vom Baubetriebshof wird der Müll gesammelt. Nach vollendeter Arbeit soll mittags an der Tribüne der „Jule-Ludorf-Sportanlage“ dann Rückschau gehalten werden – mit Bratwurst und gekühlten Getränken. Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer gibt es aktuell reichlich weiterhin. Der Stadionweg von der Turnhalle der Martin-Luther-King-Schule Richtung Haupteingangsbereich ist ein Beispiel dafür, mit welcher Dreistigkeit mancher seinen Müll ablädt.

Wer den Besentag unterstützen möchte, muss sich mit Andre Oberlin telefonisch unter 0172/5608483 in Verbindung setzen.

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