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2002 übernahm Wilfried Löchel den Vorsitz des Kleingartenvereins „Arbeit und Freude“. Am kommenden Sonntag ist Schluss für ihn.

„Arbeit und Freude“

Wilfried Löchel macht als Vorsitzender Schluss

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OER-ERKENSCHWICK - Ende einer Ära? Zäsur? Letztlich ist es ziemlich egal, wie man den kommenden Sonntag bei den Kleingärtnern von der Ahsener Straße bezeichnet. Die Tatsache, dass Wilfried Löchel nach der Jahreshauptversammlung nicht mehr Vorsitzender sein wird, darf zumindest als eine alles andere als alltägliche Personalie bezeichnet werden. Aber was folgt dann?

„Ich weiß es wirklich nicht“, sagt Löchel. Was er nur weiß, das ist die Tatsache, dass für ihn die Amtszeit endet. Kontinuität ist ein gelebter Begriff bei den Oer-Erkenschwicker Kleingärtnern. In 44 Jahren gab es gerade einmal zwei Vorsitzende. Werner Bolder von 1975 bis 2002, auf ihn folgte dann Wilfried Löchel. Kontinuierlich wies dieser seit geraumer Zeit darauf hin, dass nach seinem 70. Geburtstag Schluss sei. Das ist nun der Fall.

Ein Nachfolger ist nicht in Sicht – „15 bis 20 Gespräche habe ich bestimmt geführt“, sagt Löchel und lotete dort aus, wer Interesse an dem Job haben könnte. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass am Sonntag die Aufgaben zunächst interimsweise an Vize Bernhard Gabriel übertragen werden. Da dieser 2020 aber auch kürzertreten will, müssen sich die Kleingärtner personell rechtzeitig aufstellen.

Die Jahreshauptversammlung des Vereins „Arbeit und Freude“ beginnt am Sonntag, 3. März, um 17 Uhr im Vereinsheim, Ahsener Straße. Unter anderem werden dann zehn verdiente Kleingärtner geehrt, die bereits zwischen 25 und 45 Jahre aktiv sind. - Neben der Wahl des Vorsitzenden stehen noch weitere Personalentscheidungen auf der Tagesordnung. Die Leiterin der Frauengruppe wird gewählt, Marlies Gabriel kandidiert. Als Gartenwarte bewerben sich Klaus Görner und Burkhard Berger. Zudem werden Delegierte zur Bezirksversammlung bestimmt. Auch der Haushaltsplan und die Bildung einer Rücklage für die Erneuerung des Küchendachs werden erörtert.

„Ich hoffe, dass sich spätestens dann jemand findet“, sagt Löchel. Dem Verein und natürlich seiner Parzelle bleiben er und seine Ehefrau Anita treu, Projekte wie mit Schulen und Kindergärten will er weiterhin begleiten – nur eben nicht mehr aus der ersten Reihe. Gut aufgestellt sieht er den Verein trotz eines möglichen Vakuums an der Spitze schon. Die 64 Parzellen sind allesamt vergeben, auf der Warteliste stehen aktuell vier Interessenten. „Und mit vielen ökologischen Projekten haben wir uns einen guten Ruf erworben“, freut sich Löchel. „Viele Menschen gehen gern durch unsere Anlage.“

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