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Der Finanzplan der Stadt ist ausgeglichen. Die Gemeinde will in den kommenden Jahren sogar hohe Investitionen leisten.

Ausgeglichener Haushalt

Stadt will fast 18 Mio. Euro investieren

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OER-ERKENSCHWICK - Der Finanzhaushalt der Stimbergstadt für das nächste Jahr ist ausgeglichen. Steuererhöhungen für die Bürger sind nicht geplant. Dazu will die Stadt Mio.-Beträge in Zukunftsprojekte investieren.

Bürgermeister Carsten Wewers stellte am Donnerstag den Ratsmitgliedern die Eckdaten für den Haushalt 2019 vor. Der noch vorläufige Finanzplan sieht sogar einen Überschuss in Höhe von 400.000 Euro vor. „Dieses Ergebnis ist allerdings nur durch einmalige Sondereffekte zu erreichen“, erläuterte Wewers. So bekommt die Stadt im nächsten Jahr beispielsweise eine Rückerstattung an Sozialhilfekosten von gut einer halben Mio. Euro. Außerdem steigen die Schlüsselzuweisungen des Landes um 850.000 Euro, und die Gemeinde muss 370.000 Euro weniger als Umlage an den Kreis Recklinghausen bezahlen. Weitere Entlastungen ererhofft sich die Stadt durch eine Ankündigung der SPD- und CDU-Kreistagsfraktion, wonach der Kreis Teile seiner finanziellen Rücklagen zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes einsetzen will, um so die hoch verschuldeten Städte zu entlasten.

Allerdings gibt es auch steigende Kosten: Zum Beispiel bei der Jugendhilfe oder dem Personal, wo die Tariferhöhung mit 600.000 Euro im Haushaltsplan zu Buche schlägt. Wird der Haushalt für 2019 vom Stadtrat verabschiedet und anschließend genehmigt, dann steht Investitionen nichts mehr im Wege. Und hier will die Stadt in den kommenden Jahren knapp 18 Mio. Euro in folgende Projekte stecken: Bau eines Quartiersplatzes auf dem jetzigen Kirmesplatz (150.000 Euro); Neubau einer Zwei-Feld-Sporthalle am Schulzentrum (3,4 Mio. Euro); Neubau eines Kindergartens (2,5 Mio. Euro), Neubau der Feuer- und Rettungswache (7,4 Mio. Euro); Ausbau des FC-Sportplatzes zum „sozialen Quartier“ (2,1 Mio. Euro), sowie der Ausbau und die Sanierung des Sportplatzes Titania für 2,25 Mio. Euro. Bei den meisten Maßnahmen ist eine finanzielle Förderung von bis zum 90 Prozent mit eingerechnet.

„Das ist ein Zukunftshaushalt“, betonte Bürgermeister Carsten Wewers und rief die Ratsfraktionen zu konstruktiver Zusammenarbeit mit der Oer-Erkenschwicker Stadtverwaltung auf.

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