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Auch Tomaten sollen in den geplanten Gewächshäusern gedeihen. Die Produkte sollen dann in Supermärkten in der Region nach einem nur kurzen Transportweg frisch in die Regale kommen.

Bauantrag

Spargel und Tomaten von der Bergehalde

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OER-ERKENSCHWICK - Auf der Zechenhalde in der City sollen ab 2020 in großen Gewächshäusern Tomaten und Spargel reifen. Den Bauantrag für das Projekt will die Essener Fakt AG laut Stadt im September stellen.

Der Technische Beigeordnete der Stadt, Bernd Immohr, ist von dem Projekt begeistert. Denn in gut zwei Jahren könnten rund 100 Arbeitskräfte mit der Ernte der Früchte beginnen. „Dass dort, wo früher Tausende Bergleute unter Tage eingefahren sind, künftig wieder gearbeitet wird, ist eine tolle Sache“, sagt Immohr. Er hält das Gewächshausprojekt auf jeden Fall für genehmigungsfähig.

Wenn der Stadt der konkrete Bauantrag vorliegt, dann werden im Zuge des Genehmigungsverfahren auch die Umweltbehörden des Kreises beteiligt. Die werden unter anderem ein Artenschutzgutachten einfordern. Das bedeutet, dass das seit mehr als 20 Jahren naturbelassene Gelände der Halde nach schützenswerten Tieren und Pflanzen abgesucht wird. Werden solche Arten gefunden, wird das Genehmigungsverfahren möglicherweise kompliziert.

Wie der Vorstandsvorsitzende der Fakt AG, Hubert Schulte-Kemper, bereits der Kommunalpolitik vorstellte, soll das Gemüse aus den Halden-Gewächshäusern zukünftig als regionale Produkte in Discounter-Filialen im Ruhrgebiet verkauft werden. „Die Kunden wünschen sich Gemüse aus der Umgebung“, erklärte Schulte-Kemper schom im Dezember bei der Projektvorstellung. Das wüssten auch die Verantwortlichen der großen Lebensmittelketten, fügte er hinzu. „Bereits einen Tag, nachdem wir die Firmen über unsere Idee informiert hatten, saßen die Vertreter der großen Gesellschaften bei uns im Haus“, sagte der Fakt-AG-Chef.

Die geplanten Gewächshäuser, in denen Gemüse und Kräuter in Kokossubstrat gedeihen sollen, könnten mit der vorhandenen Fernwärme beheizt werden. Gleichzeitig soll das Regenwasser, das den Haldenkegel herabfließt, für die Bewässerung genutzt werden. Und: Hummeln sollen in den Gebäuden für die Bestäubung der Pflanzen sorgen. Das Gemüse könnten dann geschmacklich ausgereift schon einen Tag nach der Ernte im Ladenlokal liegen.

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