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Mitarbeiter einer Kampfmittelbergungsfirma bohren gerade Löcher auf dem Baugrundstück an der Ewaldstraße und sondieren es nach Blindgängern. Außerdem müssen noch Altlasten in Gestalt von Bauschutt und Rohren beseitigt werden.

Bauprojekt neben Landabsatz

Bagger bohrt nach Blindgängern

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OER-ERKENSCHWICK. - Der vor einem Jahr angekündigte Bau von zwei dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern an der Ewaldstraße auf dem ehemaligen Zechengelände neben dem Landabsatz nimmt konkrete Formen an. Die Kampfmittelbergungsfirma Schollenberger sucht das Grundstück gerade nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg ab.

„Wegen Altlasten muss im Anschluss der Boden auf dem Bauland bis zu einer Tiefe von 1,50 Meter komplett ausgetauscht werden“, sagte Projektleiter Volker Duddek von der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI). Giftige Altlasten sollen sich dort nicht befinden. Bei einer Bodenuntersuchung wurden aber Überreste eines Abwasserkanalsystems der ehemaligen Zeche Ewald-Fortsetzung auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände entdeckt.

Ursprünglich hatte die RAG MI versucht, nach einer positiv beschiedenen Bauvoranfrage das Grundstück an einen privaten Investor zu verkaufen. Weil sich kein Interessent fand, wird jetzt eine Ruhrkohle-Tochtergesellschaft, die Gesellschaft für Projekt und Quartiersentwicklung (GP+Q) die Mehrfamilienhäuser bauen.

Ob das Unternehmen die Wohnungen an der Ewaldstraße verkaufen oder vermieten wird, steht noch nicht fest. Das Grundstück im Calluna-Quartier hat nach Angaben der RAG MI eine Tiefe von rund 40 Metern und soll Platz bieten für zwei 47 Meter breite Mehrfamilienhäuser mit 16 Meter Tiefe und etwa 20 Meter Garten.

Lesen Sie auch: Warum geht es jetzt nicht weiter auf der Baustelle am Zechenwäldchen?

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