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Zusätzliche Angebote sind gefragt: Die Kindergarten-Landschaft in Oer-Erkenschwick muss mittelfristig ausgeweitet werden, um den steigenden Bedarf zu decken.

Bedarfsplanung bis 2024

13 Kindergärten reichen nicht aus

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OER-ERKENSCHWICK - Die Bevölkerungszahl steigt an – und somit auch die Zahl von jungen Familien. Aber reicht das Angebot an Kindertageseinrichtungen in der Stadt aus? Klare Antwort: Nein!

Aktuell gibt es 13 Kindergärten in Oer-Erkenschwick. Als der Jugendhilfeausschuss jetzt über die Planung für die Jahre 2019 bis 2024 beriet, wurde sehr schnell klar, dass der Bau eines weiteren Kindergartens unumgänglich ist. Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung gab es dazu einen Sachstandsbericht. Die Stadt befürwortet den Standort Groß-Erkenschwick mit einem Grundstück auf der Longbentonstraße. Welcher Träger dann für Kindergarten Nummer 14 verantwortlich sein wird, ist allerdings noch offen.

„Ob ein einziger neuer Kindergarten dann mittelfristig ausreicht, kann man zurzeit überhaupt nicht abschätzen“, sagte Jugendamtsleiter Detlef Rabas zuvor im öffentlichen Teil. Die Zahlen, die er und sein Kollege Walter Herenz präsentierten, sind Beweis genug, dass sich in den kommenden Jahren bei der Raumplanung einiges bewegen muss. Um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch weiterhin bedarfsgerecht erfüllen zu können, müsste das Angebot um rund 46 Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3) und um rund 108 Plätze für Kinder ab drei Jahren (Ü3) erhöht werden. Bezieht man jetzt die schon geplante Ausweitung ein, verbleibt immer noch ein Bedarf von 16 U3- sowie 58 Ü3-Plätzen.

Aktuell werden in OE Kinder im Alter von einem und zwei Jahren sowie 705 Kinder ab drei Jahren bis zum Schulbeginn betreut. Hinzu kommen 61 Mädchen und Jungen unter drei Jahren in der Tagespflege. Im U3-Bereich besteht ein Rechtsanspruch auf einen Platz im Kindergarten oder in der Kindertagespflege – hier liegt die Quote in OE aktuell weit über Landesdurchschnitt (27%) bei 47 %. Für Ü3-Kinder gibt es Anspruch auf einen Platz in einer Einrichtung. Die Quote entspricht hier dem Landesschnitt mit 93 %.

Bislang konnte der erhöhte Bedarf noch gedeckt werden – vor durch den großflächigen Ausbau im DRK-Kindergarten „Auf dem Kolven“ in Rapen sowie der Schaffung weiterer U3-Plätze in den Gemeinden Christus König sowie St. Peter und Paul. Um zwei Gruppen erweitert werden soll auch der Fliedner-Kindergarten an der Weidenstraße.

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