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Die Boulegemeinschaft auf einen Blick: Egon Lörcks, Jupp Schäfers, Paul Stief, Martin List, Hermann Winkelmann, Werner Messbauer, Reiner Wogatzke, Jürgen Herrmann, Uwe Kraus und Heinz Likuski.

Boule-Gruppe

Seit zwölf Jahren dreht sich alles um die Kugel

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OER-ERKENSCHWICK - Seit zwölf Jahren gibt es die Boulegemeinschaft im TuS 09. Einmal wöchentlich drehen sich die Kugeln – bei jedem Wetter.

rst ein „Plopp“ dann ein „Klick“: Mit einem „Plopp“ landet die Metallkugel auf dem Boden, mit einem „Klick“ an der nächsten Kugel. „Plopp“, „Klick“... Nur unterbrochen vom Ausruf: „Hat ihn!“ Sonst ist es ruhig auf der Boule-Anlage an den TuS-Tennisplätzen. Dass es sich hier um eine Meisterschaft handelt, das erkennt der Außenstehende nicht. „Das machen wir auch eher nur für uns intern“, verrät Hermann Winkelmann, der 2006 die Boule-Gemeinschaft im TuS 09 Erkenschwick mit ins Leben rief. Die Gruppe richtete sich damals an Tennis-Spieler, die nicht mehr spielen konnten. „Wir wollten nicht, dass sie uns verloren gehen“, sagt Winkelmann. Über die Jahre wuchs die Gruppe. Zehn Männer spielen nun jeden Dienstag ab 10 Uhr gemeinsam Boule – drei Stunden lang. „Und das bei Wind und Wetter. Das hält fit“, weiß Egon Lörcks. Da kommen schnell mal vier gelaufene Kilometer zusammen.

Es ist aber vor allem Freizeit und Erholung für die Männer – obwohl der Zollstock stets griffbereit ist. „Das Schöne ist doch, wenn man sich auch ein bisschen Kebbeln kann“, meint Lörcks. „Es macht einfach viel Spaß, unter Freunden zu sein“, fügt Winkelmann hinzu.

In Deutschland wird „Boule“ als Sammelbezeichnung für alle Kugelsportarten verwendet wie Boule Lyonnaise, Jeu Provençal, Pétanque, Bowls Boccia. - Mit „Boule“ verbinden wir aber auch das von Franzosen auf öffentlichen Plätzen ausgetragene Freizeit-Kugelspiel – Pétanque. - Bei allen Varianten spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Ziel ist es, mit den eigenen Kugeln möglichst nah an eine Zielkugel zu gelangen. In Frankreich wird die Zielkugel cochonnet (Schweinchen) genannt. - Aus dem Jahr 460 v. Christus existiert eine Empfehlung griechischer Ärzte für das Spiel mit Steinkugeln. Im 2. Jhd. n. Chr. beschrieb Iulius Pollux ein Spiel, bei dem Kugeln auf einen Ziegelstein geworfen wurden.

Die Boule-Gemeinschaft freut sich über Neuzugänge in den Reihen. Die Anlage kann täglich genutzt werden, Kugeln sind ausreichend vorhanden. „Vielleicht finden sich auch weitere Gruppen – gerne auch Damen“, sagt Lörcks. Eine Mitgliedschaft im TuS 09 Erkenschwick ist zum Mitboulen nicht notwendig. Einen festen Mitgliedsbeitrag gibt es nicht. Lörcks: „Jeder leistet seinen Obolus. Davon gehen wir gemeinsam Essen.“ Dann müssen die Männer wieder weiterboulen, schließlich stehen drei Durchgänge an. Und da macht es auch schon wieder „Plopp“, „Klick“…

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