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Bienen und andere Blütenbestäuber tragen wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt bei, denn sie sorgen für die Verbreitung von Pflanzen, auf die wiederum unzählige Tierarten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind.

Bürger können abstimmen

Biostation bei der „Klima Challenge Ruhr“

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OER-ERKENSCHWICK - Die Biostation beteiligt sich mit dem Projekt „Insektengarten“ an der „Klima Challenge Ruhr“. Bürger stimmen ab.

Die Zahl der Bienen und Insekten wird auch am Stimberg immer kleiner, auch weil blühende Blumen fehlen – die Nahrung der Tiere. Dem möchten die Aktiven der Biologischen Station etwas entgegensetzen. „Nachdem wir unser Wildbienenhaus fertiggestellt haben, müssen wir die Bewohner doch auch füttern“, erklärt Ludger Drescher von der Biostation an der alten Zechenbahn.

Auf der Streuobstwiese sollen fünf Inseln mit Blumen und Kräutern entstehen: Nicht nur als Futter für Insekten, sondern auch als pädagogischer Baustein für das grüne Klassenzimmer. Mit ihrem Projekt „Nächster Halt: Insektengarten Oer-Erkenschwick“ wurden die Engagierten von einer Jury für die „Klima Challenge Ruhr“ ausgewählt. Bis Mitte Dezember 2018 konnten Aktionen angemeldet werden. Eine Fördersumme zwischen 2.000 und 6.000 Euro könnten die ehemaligen Bergleute mit dem grünen Daumen erzielen – wenn denn genügend Unterstützer mitmachen. „Pro Hochbeet benötigen wir etwa 1.200 Euro“, erklärt Drescher. „Wir als Stadt sind an diesem Wettbewerb als Förderer beteiligt, um den Projektträger zu unterstützen“, erläutert die städtische Klimaschutzmanagerin Anita-Maria Stolla-Rau. Und Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak fügt hinzu: „Längst ist das Thema Bienensterben auch auf kommunaler Ebene angekommen. Dieses Projekt passt da sehr gut.“

100.000 Euro Fördergeld stellt der Regionalverband Ruhrgebiet, der die Klima Challenge Ruhr organisiert, für 55 Projekte in der Metropole Ruhr bereit. - Wie hoch die Fördersumme pro Projekt ist, hängt davon ab, wie viele Punkte Unterstützer erspielen. - Punkte gesammelt werden über das Posten von guten Klimataten in den Kategorien „Mobilität“, „Energie“, „Konsum und Leben“ und „Inspiration“. - Die Biostation ist Projekt 073. - Mitspieler können sich ab sofort auf der Internetseite (anonym) registrieren und in der Spielphase vom 9. März bis 6. April Punkte sammeln. - Fragen zur Klima Challenge beantwortet die städtische Klimaschutzmanagerin Anita-Maria Stolla-Rau unter Tel. 0 23 68/69 13 88. - Infos und Registrierung im Internet unter www.ruhr2022.de

Die Abstimmungsphase für das Klimaschutzprojekt startet am 6. März. Unter dem Motto „Bring dich ins Spiel“ können Bürger bis zum 6. April Punkte für die Biostation sammeln. Mit der Teilnahme kann jeder seinen kleinen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Denn nach einer einmaligen Registrierung – die ab sofort möglich ist – können die Unterstützer ihre eigenen guten Klimataten auf der Internetplattform veröffentlichen. Ob die Fahrt zum Bäcker per Rad, der Tausch alter Glühbirnen mit LED-Leuchten oder der Verzicht beim Einkaufen auf Plastik, die Möglichkeiten sind vielfältig. Ist der Spieler klimafreundlich unterwegs, veröffentlicht er dies auf seinem Konto, dafür gibt es dann Punkte für das Lieblingsprojekt. Je mehr dieses bekommt, umso höher fällt die Spendensumme aus. Stolla-Rau: „Wir hoffen natürlich, dass sich viele Oer-Erkenschwicker beteiligen.“ Schulen und Vereine will die Klimaschutzmanagerin noch anschreiben, auch die städtischen Mitarbeiter sind aufgerufen. Bislang hat das Projekt neun Unterstützer, da ist noch Platz nach oben.

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