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Freuen sich auf den Baustart: Josef Schaper, Christoph Boelhauve (v.l.) sowie Christoph Haßel-Puhl (3.v.l.) von der Lebenshilfe, RAG-Projektleiter Volker Duddek (Mitte) sowie Annerose Weber (r.) mit ihren Töchtern Nele (2.v.l.) und Laura (2.v.r.).

Im Calluna-Park

Lebenshilfe verwirklicht Wohnprojekt

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OER-ERKENSCHWICK - Nachdem die Lebenshilfe im vergangenen Jahr Pläne für ein Wohnprojekt zunächst auf Eis legen musste, ist nun ein Investor gefunden. Im Calluna-Park entstehen auf einem 1 400 m² großen Grundstück neben der ehemaligen Lohnhalle insgesamt 14 Wohnungen für behinderte und nicht-behinderte Menschen.

„Wir saßen bereits frühzeitig am Projekttisch der RAG, haben in unserer Planung Wohngefühl und die Infrastruktur mitgedacht. Der Calluna-Park bietet einen optimalen Standort“, sagt Christoph Haßel-Puhl, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick und Waltrop.

Die Bauanträge sind fertig, ebenso Anträge auf öffentliche Gelder. „Wenn alles wie geplant läuft, rechnen wir mit dem Baustart im Mai oder Juni“, erklärt Christoph Boelhauve, Leiter des Fachbereichs Wohnen der Lebenshilfe. Bis Mitte 2016 entstehen auf 700 m² Wohnfläche insgesamt 14 Wohneinheiten (45 bis 80 m², Single-Wohnungen bis Wohngruppen für bis zu vier Personen), sowie im Außenbereich ein Sinnesgarten. Das Mehrfamilienhaus wird mit einem Empfang und einem Büro ausgestattet. Die Lebenshilfe übernimmt die ambulante Betreuung. Drei neue Arbeitsplätze werden so geschaffen.

Für die Wohnungen gibt es bereits acht Bewerber mit geistiger Behinderung. Mit den jungen Menschen im Alter von Anfang bis Mitte 20 arbeitet die Lebenshilfe seit zwei Jahren eng zusammen. Eine Wohnschulung sowie individuelle Einzelbetreuung umfasst die Vorbereitung. Annerose Weber, Mutter der Zwillinge Nele und Laura, die eine Wohnung im Calluna-Park beziehen werden: „ Natürlich freuen wir uns, dass es los geht. Toll auch, dass alle Bewerber am Ball geblieben sind.“ Das Wohnprojekt steht sowohl behinderten wie nicht-behinderten Menschen offen. „Interessierte können sich gerne bei uns melden“, so Christoph Haßel-Puhl.

„Die Lebenshilfe ist für uns ein wichtiger Baustein im Quartier. Hier sind Wohnungen für Senioren entstanden, aber auch Häuser für Familien sowie nun das Wohnprojekt der Lebenshilfe“, erklärt RAG-Projektleiter Volker Duddek. 90 Prozent der Baufläche auf dem ehemaligen Zechen-Gelände seien vermarktet. Duddek: „Wir werden die Planung eines Quartiersmanagements in Auftrag geben.“ Ehrenamtstauschbörsen, Car-Sharing bis hin zu Strukturen einer Siedlergemeinschaft, viel ist denkbar.

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