Defibrillatoren im Stadtgebiet

Diesen Lebensretter verstehen auch Laien

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OER-ERKENSCHWICK - Manchmal entscheiden Sekunden über Leben und Tod. Wie wichtig ist dann ein leicht zu handhabender Defibrillator! Die gute Nachricht: Im Stadtgebiet gibt es immer mehr dieser „Defis“.

Allein sechs von ihnen hat inzwischen die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land übergeben. Jetzt war die DJK Grün-Weiß an der Reihe. Auf der Platzanlage am Nußbaumweg gibt es ab sofort nun auch einen „Defi“. „Das ist wichtig, damit im Notfall sofort geholfen werden kann“, sagt der Vereinsvorsitzende Andreas „Bobbel“ Artmann.

Möglich gemacht hat die Initiative das Engagement der Bürgerstiftung beim „AOK-Firmenlauf“ am 17. Mai. Erstmals gingen zwei Teams mit Anke, Ralf, Jan und Sven Jorzik sowie Claudia Kranefoer, Susanne Langer, Dennis Stolzenhoff und Pascal Suttmeyer an den Start. Neben den Läufern sorgten auch acht Sponsoren (Blumenhaus Colle, Maschinen- und Industriebau Feld, Rechtsanwalts- und Notarkanzlei Dr. Thomas Hölscher, Gärtnerei Tensmann, Metallbau Schroer, IGA Optik Mues & Sternemann, Verrechnungsstelle 24, Volksbank) für die Anschaffung des rund 2.000 Euro teuren „Defi“.

Noch nicht in Anspruch genommen

Gottlob mussten im Stadtgebiet die öffentlich aufgestellten Lebensretter noch nicht in Anspruch genommen werden. Was sich aber natürlich jederzeit ändern kann. „Und dann ist es wichtig, wenn flächendeckend diese Geräte aufgestellt sind und dass sie so entwickelt sind, dass auch Laien sofort Hilfe leisten können“, meint Ralf Jorzik, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung. Für die Gäste am Nußbaumweg gab es dazu von Sarina Sassor vom Oer-Erkenschwicker Deutschen Roten Kreuz (DRK) sofort eine fachliche Einweisung und einen Erste-Hilfe-Crashkurs frei Haus.

Das Gerät kommt zur Anwendung, wenn bedrohlich schneller Herzschlag oder lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegen. Durch das Drücken des „On“-Knopfes gibt es automatisch zunächst die Anweisung für die Ersthelfer, einen Notruf abzusetzen und dann schnell zu handeln. Sobald die Elektroden am Oberkörper des Patienten angebracht sind, analysiert das Gerät den Herzrhythmus. Es erkennt sofort ob ein Kammerflimmern vorliegt und weist bei Bedarf an, einen elektrischen Schock auszulösen, der das Flimmern unterbricht.

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