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Sitzgelegenheiten – auch für Schüler im „grünen Klassenzimmer“ – sorgen auf dem ehemaligen Bundeswehr-Gelände für Wohlfühlatmosphäre.

Ehemalige Radarstation

Die Natur kehrt zurück

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OER-ERKENSCHWICK - Wenn es eine Landmarke in der Haard gibt, dann ist es dieser alles überragende Sendemast auf dem Gelände der ehemaligen Radarstation. Zumindest dieser bleibt erhalten, wie auch das kleine Servergebäude nebenan – angemietet von der Bundesnetzagentur bis zum Jahr 2030. Doch alles andere rund um die Stimberghöhe in der Haard spiegelt auch Strukturwandel mitten in Mutter Natur wider.

Wo einst auf Militär-Sperrgebiet lautstark Stromaggregate surrten, herrscht heute pure Ruhe. Die Natur erobert sich ihren Platz zurück. Und Wanderer sind erfreut. Blühende Heidelandschaften statt Bundeswehr-Einrichtung – das ist das Ziel, das vom Kreis Recklinghausen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) verfolgt wird. Vier Jahre ist es hier, das starteten plötzlich die Abrissarbeiten für die Beton-Überreste der Radarstation. Bewusst wurde das damals nicht publik gemacht. Zu groß war die Gefahr, dass Schaulustige den Baustellenverkehr behindern. Und so war im März 2014 ganz plötzlich eines der markantesten Bauwerke in der Haard verschwunden.

„Es hat sich seither viel getan“, freut sich Friedhelm Kahrs-Ude, Fachbereichsleiter Umwelt, Straßen und Geoinformation bei der Kreisverwaltung. Auf mehreren Säulen basiert für ihn das Zukunftskonzept der Stimberghöhe. Da das Gebiet mehr denn je von vielen Wanderern genutzt, soll man nicht einfach nur den imposanten Sendemast bestaunen, sondern auch den Blick nach unten richten. Eine Trockenheide-Landschaft entwickelt sich dort, wo einst die Asphalt-Rampe für die großen Radar-Antennen standen. Eichen- und Birkenwäldchen entstehen zudem. „Kommunikation“ ist für Kahrs-Ude ein weiteres Schlagwort zur Entwicklung der Fläche. Ein „grünes Klassenzimmer“ ist am höchsten Punkt der Haard angedacht. Schülergruppen sollen dann vor Ort Naturkunde erleben.

„Und wir setzen auch auf bürgerschaftliches Engagement“, sagt der Fachbereichsleiter. Vereine und Verbände könnten das Areal zu „ihrem“ Projekt erklären und aktiv den Weg zurück zur Natur begleiten.

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