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Poetry-Slammerin Ella Anschein unterhielt die Teilnehmer beim Equal Pay Day in der Stadthalle.

Equal Pay Day

Frauen-Protest gegen ungleiche Bezahlung

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OER-ERKENSCHWICK - Frauen bekommen 21 Prozent weniger Lohn als Männer. Wenn sich die Schere weiter so langsam schließt, dauert es hochgerechnet 168 Jahre, bis gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt wird.

So lange darf es nach Auffassung von Jobcenter-Leiter Dominik Schad nicht dauern: „Die Chancen für eine Verkürzung waren aktuell so gut wie noch nie angesichts des Fachkräftemangels und der boomenden Gesundheitswirtschaft.“

Knapp 70 Gäste kamen zur Veranstaltung der Frauenarbeitsgemeinschaft Emscher-Lippe (FAGEL) zum „Equal Pay Day“ in die Stadthalle. Dass die Realität noch ganz anders aussieht, stellte die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Krieg klar: „Frauen arbeiten oft im Niedriglohnsektor und Frauen sind seltener in Führungspositionen. Warum eigentlich? Weil sie mehr Abi machen und mehr Studienabschlüsse haben?“ Auch der Öffentliche Dienst mache keine Ausnahme: Nur jeder zehnte Bürgermeisterposten in NRW sei mit einer Frau besetzt, von 31 Landräten seien 30 Männer.

Poetry-Slammerin Ella Anschein kennt die Ungerechtigkeit aus eigener Erfahrung. Ihre Mutter ist geschieden, zog drei Kinder groß, der Vater versuchte, den Unterhalt zu drücken. Das ist kein Einzelfall. Frauen, die Kinder großziehen, ziehen oft den Kürzeren. Warum die Kluft immer noch so groß ist, konnte die Soziologin Sarah Lillemeier wissenschaftlich belegen: „Geschlechterstatus und Verdienst stehen in einem kausalen Zusammenhang.“

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