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Britt Glaser zeigt im Rathaus, wie die Briefwahl funktioniert: Auf dem rund einen Meter langen Stimmzettel gibt es die große Auswahl: 40 Parteien stellen sich am 26. Mai zur Wahl. Die Stadt sucht auch noch Wahlhelfer.

Europawahl

Schon mehr als 1.000 stimmen per Brief ab

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OER-ERKENSCHWICK - Mehr als 1000 Oer-Erkenschwicker haben schon die Briefwahl beantragt. Etwa die Hälfte von ihnen hat das Kreuzchen für die Europawahl gleich im Rathaus gemacht.

Seit Montag können sich Bürger den rund einen Meter langen Stimmzettel direkt im Briefwahlbüro im Rathaus abholen. „Viele wählen gleich an Ort und Stelle“, sagt die städtische Mitarbeiterin Brigitte Glaser. Wie Dieter Goling, der 79-Jährige meint: „Was weg ist, ist weg.“ Goling verpasst keine Wahl, entscheidet sich grundsätzlich für die Briefwahlvariante – auch wenn er am Wahltag nicht auf Reisen ist.

„Die roten Umschläge bleiben bis zur Europawahl am 26. Mai verschlossen“, sagt Birgit Michalski (54). Sie gehört schon seit 2001 zum Briefwahlteam. Die Umschläge mit Wahlschein und Stimmzettel werden im Rathaus geöffnet und getrennt. „Die Wahlen sollen schließlich geheim bleiben.“

Leider passiert das immer wieder: Manche Bürger finden keine Wahlbenachrichtigung in ihrem Briefkasten. Für die Briefwahl ist dieses Dokument aber nicht unbedingt erforderlich. Im Briefwahlbüro reicht die Vorlage des Personalausweises. Auch per Post, per E-Mail oder Fax kann man Wahlschein und Stimmzettel anfordern. Nur online funktioniert das ohne die Nummer aus dem Wählerverzeichnis, die auf der Benachrichtigung steht, nicht. Auch telefonisch ist das nicht möglich.

Letzte Chance, um den roten und blauem Umschlag mit Wahlschein und Stimmzettel zu bekommen, ist am Freitag, 24. Mai bis 18 Uhr im Briefwahlbüro im Rathaus. Bis 18 Uhr müssen die Briefe am Wahltag bei der Stadt im Briefkasten landen.

Übrigens gilt bei allen Wahlen: Gewählt ist gewählt. Hat ein Bürger seine Stimme per Briefwahl abgegeben, zählt das Kreuz, auch wenn er vor dem Wahltag verstirbt. Sollte ein Bürger aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage sein, das Briefwahlbüro selbst aufzusuchen, kann er per Vollmacht jemanden mit der Abholung der Briefwahlunterlagen beauftragen. Michael Kohl – leitet zusammen mit Anika Windeck das Briefwahlbüro – meint: „Es gibt in OE 23.992 Wahlberechtigte. Bei der Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung bei knapp 46 Prozent.“

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