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Vom Stimberg nach Südwestfalen: Pastor Frank Rüter sucht eine neue berufliche Herausforderung.

Evangelische Kirche

Pastor Rüter verlässt die Gemeinde

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OER-ERKENSCHWICK - Pastor Frank Rüter wechselt als Verantwortlicher für die Notfallseelsorge nach Südwestfalen. Am 24. Februar wird er verabschiedet.

Als diese Stellenausschreibung auf dem Tisch landet, da sagt sich Frank Rüter: „Das ist eine reizvolle Aufgabe.“ 56 Jahre ist der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde alt, eine neue berufliche Herausforderung darf es jetzt noch einmal sein. Und dass die Evangelische Kirche von Westfalen die Arbeit in der Notfallseelsorge personell verstärkt, kommt für einen Mann wie Rüter geradezu gelegen. Ab 1. März heißt es: Auf nach Südwestfalen.

Oer-Erkenschwick hat er immer gemocht – und das bleibt auch so. Aber als die Westfälische Landeskirche nun fünf neue Pfarrstellen für die Notfallseelsorge schafft, muss Rüter nicht lange überlegen, seine Bewerbung abzusenden. Bislang wird das Thema dezentral von den Kirchenkreisen übernommen, das ist bald Geschichte. Rüter ist neben Alexandra Hippchen (Münsterland), Matthias Rausch (Ostwestfalen), Ingo Janzen (Hellweg) und Peter Rutz (Ruhrgebiet) hauptamtlich verantwortlich für die regionalen Teams. Dienstsitz ist Iserlohn.

Rüter wohnt weiter in OE

Mit seiner Familie wird er aber erst einmal in Oer-Erkenschwick wohnen bleiben. „Ich habe mich in dieser Gemeinde immer wohl gefühlt“, sagt Rüter, der 1996 zunächst als Pfarrer im Entsendungsdienst zum Stimberg kommt und drei Jahre später die Nachfolge von Dietmar Chudaska übernimmt. Der gebürtige Ostwestfale, passionierter Kanute und Schalke-Fan, kommt schnell mit der Ruhrgebiets-Mentalität klar.

Am Sonntag, 24. Februar, wird Frank Rüter in der evangelischen Kirchengemeinde verabschiedet. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr, anschließend gibt es einen Empfang im Gemeindezentrum. - Ob seine Stelle wieder besetzt werden kann, ist noch offen. Rüter ist auch stellv. Superintendent im Kirchenkreis, auf der Sommersynode 2019 wird sein Nachfolger gewählt.

Eine kleine Rückschau auf seine Arbeit erlaubt er sich schon jetzt, eineinhalb Monate vor seinem Abschied. „Das ist eine besondere Gemeinde hier, sehr profiliert im Glauben, offen und transparent.“ Die Arbeit mit den Konfirmanden im „Konfi-Camp“ hat ihn beispielsweise sehr geprägt, erzählt Rüter. Die Arbeit mit den Kollegen ebenfalls. Quasi wie gerufen, kommt Pastor Bernd Schäfer da gerade um die Ecke. Man darf ihn ja mal fragen, wie er die Sache findet. „Hier sind keine Freudentränen geflossen“, sagt Schäfer.

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